Samstag, 31. Dezember 2011

Silvesterlauf München

Der letzte Tag im Jahr, traditionell steht da der Silvesterlauf auf dem Programm, so auch Heute wieder. Auf nach München zum 28. Münchener Silvesterlauf. Die Sachen sind schnell zusammen gepackt, noch ein ordentliches Frühstück und ab geht's. Das Wetter ist heute leider nicht so optimal. Regen- und Schneeschauer wechseln sich ab. Aber ein Läufer kennt kein schlechtes Wetter, nur schlechte Kleidung - so zu mindestens die Theorie.

An der Parkharfe angekommen tummeln sich schon deutlich mehr Läufer, als zum Nikolauslauf. Um die 2300 werden erwartet. Diesmal findet die Veranstaltung in der neuen Kleinen Olympiahalle statt. Die ganze Halle ist schon belegt mit Läufern und deren Sachen und den Family and Fans der Läufer. Überall sitzen kleine oder größere Grüppchen am Boden herum und saßen oder trinken etwas, ziehen sich um oder reiben sich mit irgendwelchen Salben ein. Es duftete nach den unterschiedlichsten Gerüchen, von Schanlangengift bis Nutella Semmel und sieht aus wie ein Hunnenlager.

Die Startunterlagen sind schnell abgeholt. Das obligatorische T-Shirt noch dazu und ein paar Fotos geschossen. Schnell noch bei den Ständen von Karstadt, Skinfit und Co vorbeigeschaut. Das ist immer eine prima Sache, denn hier kann man echt günstige Sachen bekommen, die sogennaten Messeschnäpchen. Für mich waren diesmal zwei Langarmshirts mit dabei. Zweimal runtergesetzt und dann noch mal 30% - was will man mehr.

Kurz vor dem Start ging's dann raus und da sah ich auch schon das Problem. Die Treppe rauf ging nichts mehr, alles voller Läufer. Der Startbereich war zu klein bzw. der Eingang in den Bereich war in etwa mittig des Startbereichs. Somit konnten die aus der Halle kommenden nicht mehr hinein, da die weiter hinten stehenden natürlich nicht weiter nach hinten wollten. Also schnell von der anderen Seite über die Wiese gelaufen und noch mit reingedrängelt in die Massen. Der Stimmung tat kleine Chaos keinen abbruch. Der Countdown ertönte und los ging es. Als Erstes eine kleine 2 km Schleife. Meine Pace habe ich bei 5:25 gelegt. Mehr wäre aber auch durch die vielen Läufer nicht gegangen. Obwohl auf der Wiese überholten ein paar ganz Schnelle. Es schneite leicht und die Läuferschar löste sich langsam auf, so dass nun gleichmäßiges Tempo möglich war. Bei etwa km 7 war heute bei mir ein kleines Tief. Es fühlte sich unendlich schwer an, meine Pace fiel auf unter 5:30 und ich hatte das Gefühl, dass mich alle überholten. Nach ein paar hundert Metern ging's wieder besser und als dass 8 km Schild kam ging noch mal ein Motivationsschub durch mich - ich erhöhte meine Pace wieder auf 5:20 und nahm die letzten zwei Kilometer unter die Laufschuhe. Dann ging's zum Schlussanstieg hinauf, noch einen kleinen Schlussspurt und die letzten 10 km des Jahres waren geschafft. Ein prüfender Blick auf die Uhr - wow 53:23 bedeuteten PB und somit fast 10 Minuten schneller als letztes Jahr. Ich war absolut Glücklich. Also noch schnell die obligatorische Tasse geholt und den lecker schmeckenden Tee getrunken. So kann ein Läuferjahr zu Ende gehen.

Freitag, 30. Dezember 2011

Jahresrückblick für 2011 (der Erste im Blog) .....

Auch wenn fast jeder Blog so oder einen so ähnlich Post beinhaltet, finde ich es doch immer wieder sehr interessant diese zu lesen. In den Posts kann ich viel über andere Läufer erfahren und wie diese Ihr Training planen und was Sie sonst noch so machen. Was gut bei ihnen lief, was vielleicht nicht so gut lief und ich gerade so ähnlich plane. Alles im Allen immer sehr interessant für mich.Vielleicht geht es Euch auch so.
Daher auch an dieser Stelle einen kleinen Jahresrückblick von meiner Seite.

"Wo stehe ich?"  ist wohl eine der interessanten Fragen, die sich aber nicht so einfach beantworten lässt. Klar ist natürlich dass in Bezug auf den Transalpine Run ich noch ganz am Anfang stehe. Aber das ist nicht so entscheidend. Denn erreicht habe ich doch eine ganze Menge und gerlernt noch viel mehr.
Ein wichtiges Ergebnis in 2011 ist wohl, dass ich "aktiver Sportler" geworden bin, der "Spass am Sport" hat. Ich trainiere gerne auch wenn's das eine oder andere mal schwerer fällt.

Eine weitere, für mich wichtige Erkentnis ist, dass mir die Dimensionen meines Vorhabens viel klarer geworden sind und das mir somit in Hinsicht auf Umfang, Intensität und Zeitdauer viel genauer weiß wie der Plan funktionieren kann und wie nicht. Das Wichtigste am Ende des Jahres ist aber, dass ich nicht vor dem langen Weg und den Mühen die noch vor mir liegen zurückschrecke. Auch wenn die Aufgabe aus jetziger Perspektive ziemlich Schwierig und für machen sogar fast unmöglich erscheint - es ist eben nur "fast". Und genau deswegen ich habe weiter das "Ziel fest im Blick" und lasse mich nicht entmutigen, denn irgendwann ist auch der längste Weg zu ende.  

Was habe ich erreicht? :
  • Ich laufe regelmäßig dreimal die Woche
  • Ich habe meine 10 km Zeit auf 53 min verbessert
  • Ich bin 14 km am Stück gelaufen
  • Ich bin weitgehend verletzungsfrei geblieben 
  • Ich habe Kraulschwimmen gelernt und kann 250 m am Stück schwimmen


Sonntag, 4. Dezember 2011

Winterlaufserie die Erste.....

Heute stand der Nicolauslauf auf dem Plan, der erste Lauf der Winterlaufserie. Die Serie umfasst je ein 10k, 15k und 20k Rennen im Abstand von etwas mehr als einem Monat. Das Ziel für mich ist mitmachen und ankommen. OK für den Zehner lag die Latte etwas höher. Hier hatte ich mir eine Zeit unter 60 min vorgestellt, nachdem ich ja beim Alpentriathlon schon 1:03 h gelaufen bin und da ein paar Höhenmeter dabei waren.
Also ging es gegen 13:00 Uhr auf in Richtung Olympiapark. An der Parkharfe angekommen war ich nicht der Einzige Läufer. Ein freundliches "Servus" kam von jedem der aus dem Auto ausstieg und ein Mehrstimmiges kam zurück.
Von den Temperaturen her war es Heute zwar OK (8 grad Celsius) aber es wehte eine steife Briese, was es somit dennoch recht kalt machte. Ich schnappte mir daher meine Sporttasche und machte mich auf den Weg zur Startnummernausgabe. Diese war im linken oberen Bereich der Olympia Schwimmhalle aufgebaut, oben hinter den Tribünen.
In der Halle kam mir der typische feucht warme nach Chlor riechende Geruch entgegen. Um die Tische der Startnummernausgabe herum tummelten sich die ganzen Läufer. Ein System war auf den ersten Blick nicht wirklich zu erkennen, also einfach angestellt. Zur Ehrenrettung der Organisatoren muss ich allerdings sagen, dass dies an den Läufern lag, da wir uns alle irgendwie anstellten, als geordnet. An den Tischen war es schon nach Startnummern sortiert, aber das konnte man von hinten nicht gleich sehen.  Der Chip und die Startnummer waren dann auch schnell gefunden. Noch ein Spinnt in der Umkleide gesucht und dann hieß es warten. Die Zeit bis zum Start konnte sich durch Beobachtung des Treibens im Bad selber überbrückt werden.

Zu laufen sind heute zwei Runden a 5 Km durch den Olympiapark. Die Form ist eine Acht mit einem leichten Schlussanstieg zum Zielbereich auf dem Coubertinplatz. Fünf Minuten vor dem Start bin ich dann in die Kälte und gesellte mich zu dem Grüppchen von ca. 800 Läufern, die auf den Startschuss warteten. Man sahen die alle schnell aus. Ein Countdown, Noch viel Spaß den anderen gewünscht und los ging es. Eigentlich viel zu schnell und doch hatte ich das Gefühl ich bin zu langsam. Die Anderen schießen nur so rechts und links an mir vorbei. Meine Pulsuhr zeigt 5:02 als Schnitt an und der ersten 500m sind noch nicht mal beendet. Ich nehme ein wenig Tempo raus und pendele mich so bei 5:25 ein. Puls 152 die Systeme laufen im grünen Bereich. Bei der BMW Welt kam der Anstieg zur ersten Brücke und ich kann easy das Tempo halten. Claudias Tempotraining im Lauftreff zahlt sich aus. Ich fange auch an ein paar Mitläufer zu überholen und hänge mich kurz hinter einem etwa gleich schnellen Läufer. Das Feld ist nun schon weit auseinander gezogen, aber ich kann einige von denen, die am Anfang an mir vorbei schossen nun wieder überholen. Scheinbar sind sie das Rennen zu schnell angegangen. Nach etwas mehr als 2.5 km kann man zum Zielbereich rüberschauen. Dort ist die Spitze schon am Beenden der ersten Runde. So schnell wäre ich auch gerne. Bin ich aber nicht und werde ich auch nicht werden. Dafür bin ich heute aber für meinen Level ziemlich gut unterwegs. Der Puls ist noch unter 155 ich fühle mich klasse, grad so, als könnte ich noch ein kleines Quäntchen mehr. Der Schnitt liegt immer noch bei 5:25 und ich ziehe langsam an den ein oder anderem vorbei. Der Lauf fängt an Spaß zu machen. Am Coubertinplatz angekommen hab ich auch schon die erste Runde geschafft. Es geht durch die Zeitmessung an ein paar Zuschauern vorbei. Dann gibt es Getränke. Leider im Plastikbecher - nicht gut - der lässt sich nämlich nicht zu einem Schnabel zusammen drücken womit das trinken beim Laufen eine erhebliche Herausforderung ist. Egal rein mit der Zeug, danach wird eh geduscht, ganz so viel ging dach nicht daneben.

Den Berg auf der anderen Seite wieder runter. Plötzlich überholt mich ein Mädel mit wahnsinnigem Tempo - staun. Es geht wieder zur BMW Welt und auf die Brücke rauf überhole ich das Mädel zurück. Runter Sie mich wieder und so weiter. Auf der Geraden sind wir in etwa gleich schnell. Interessant die verschiedenen Laufstiele.
Zwei Drittel des Rennens sind geschafft und langsam fängt es an schwer zu werden. Aber ich beiße mich immer noch an einem Läufer nach dem anderen heran. Das Rennen macht richtig Laune auch wenn es morz anstrengend ist. Wir kommen langsam zu den letzten zwei Anstiegen. Noch 1200m. Diesmal will Sie mich nicht vorbei lassen und hält das Tempo hoch. OK. Es kommt noch ein Anstieg. An dem schaff ich es dann vorbei zu kommen. Zum Schluss geht's dann noch gerade über den Platz. Offensichtlich hat das Mädel mich als Gegner ausgesucht, so nach dem Motto, den Moppel schaff ich, und schießt im Schlussspurt an mir vorbei. 
Dabei hat sie die Rechnung nicht mit dem "alten Mann" gemacht - heute bin ich kein Gentleman. Dank Claudia und Ihrer Lauftreff Quälereien setze ich zum Gegensprint an und fange sie noch 20 Meter vor dem Ziel ab - Innerer Jubel auf der Ziellinie, Total fertig. WOW - 54:27 - nicht schlecht "alter Mann". So schnell hätte ich nicht gedacht, das sind 9 Minuten schneller als beim Stadtlauf. Ich bin begeistert.

Schnell die Siegertasse abgeholt und ab geht es ins Warme. Dort wartet leckerer Stollen, Lebkuchen und Tee. Köstlich nach so einem Lauf. Ich schau noch mal auf meine Uhr, da steht wirklich eine 54 vorne, es ist kein Traum. Ich hol mir gleich noch einen Stück Stollen und stelle mich zur Belohnung am Weißbier an. Erdinger Alkoholfrei sponsert wieder. Dabei schau ich den Jungs mit Ihrer besonderen Einschenktechnik zu. Vier Becher auf einmal. Auch nicht schlecht. Nach zwei Halben sind die Speicher wieder aufgefüllt und ab geht's zum Duschen und wieder zurück nach Hause.
Alles im Allem eine super Organisierte Veranstaltung und ein super Tag Mein Dank geht an die vielen Helfer und Organisatoren.

Freitag, 25. November 2011

Wer ist denn dieser Verrückte da.....


Höre ich noch hinter mir im Flur dann bin ich auch schon draußen in der Kälte. Heute laufe ich erstmalig in der Mittagspause. Im Sommer sind meine Kollegen und ich abends nach der Arbeit gelaufen. Da waren dann nur noch wenige auf den Fluren zu treffen, wenn wir in unseren engen Wurstpellen über die Flure der Firma gelaufen sind. Aber die Kollegen haben sich leider einer nach dem anderen ausgeklinkt und laufen jetzt nicht mehr. Sehr schade eigentlich. Im Frühjahr werde ich einen neuen Versuch unternehmen, um wieder ein Lauftreff zu etablieren. Da ich aber nun alleine im Lauftreff der Firma bin, Laufe ich in der Firma eigentlich nicht mehr.

Diese Woche nun war irgendwie kein Platz für ein Läufchen am Abend. Ich hab ja die nächsten drei Wochen jeweils Di, Mi und Do Schwimmtraining. Der Aufbaukurs ist losgegangen. Somit bin ich Montag das letzte mal auf der Strecke gewesen. Samstag steht der lange Lauf an und nur zweimal Laufen wollte ich genauso wenig, wie an zwei Tage hintereinander zu laufen. Also blieb eigentlich nur Mi oder Do. Abends war ausgebucht, Morgen ging auch nicht, da ich 9:00 Meetings hatte und vor 6:00 nicht aus den Federn wollte. Somit blieb nur ein Mittagsläufchen und dumme Sprüche der Kollegen gratis dazu, da es sich nicht unbemerkt bewerkstelligen lässt, die Firma Mittags für eine Laufrunde zu verlassen.

Sonntag, 20. November 2011

Nebellauf der erste.....


Gestern hatte ich meinen ersten wirklichen Nebellauf. Nicht dass ich noch keinen Nebel beim Laufen hatte, auch dieses Jahr schon, aber das war immer wenn es schon Dunkel war. Im Dunkeln sieht man eh nicht so weit, so dass das spezielle Gefühl bzw. Stimmung eben nicht aufkommt.

Samstag bin ich nun am frühen Nachmittag losgelaufen und hatte mich für die offene Feldrunde entschieden, da kaum Wind war. Allerdings hing der Nebel sehr tief und es war kaum 20 Meter weit zu sehen. Eine trübe weiße Suppe um gab mich. Zu hören war auch kaum was, eine eigenartige Stille aber nicht so wie im Schnee, irgendwie anders. Es war so als wenn Geräuschwolken vorbeiziehen und dann wieder weg sind.

Auf dem ersten kleinen Stück musste ich noch mächtig auf die entgegen kommenden Autos aufpassen, diese waren erst sehr spät zu sehen und somit ich wahrscheinlich auch für sie. Aber ab dem Pferdestall ging es links ab auf den langen Feldweg. Ich hörte noch die Kommandos der Reitlehrer vom Reitplatz, die sie Ihren Pferden gaben. Sah kurz den Hengst in der Koppel an mir vorbei galoppieren. Das nächste Kommando war nur noch entfernt zu hören und ich war allein auf der Runde mit dem Weiß um mich herum. Nichts war zu hören, keine Tiere, keine entfernte Autos oder sonst etwas, nur meine Laufschritte waren auf dem  Schotter gleichmäßig zu vernehmen.
So ging es eine Weile in Gedanken versunken dahin. Dann zeichnete sich langsam schemenhaft ein scheuendes Pferd mit Reiter vor dem Hintergrund ab. Ich konnte den Reiter abstiegen sehen, aber das Pferd scheute noch immer, trotz dass die Reiterin es liebevoll am Kopf streichelte.
Als ich vorbei lief sagte Sie fast entschuldigend, dass er noch sehr jung wäre und sich im Nebel fürchtete, der Arme. Noch ein paar nette Worte gewechselt und sie verschwanden wieder im Nebel hinter mir.

Dann kam mir eine Frau mit Ihrem Hund entgegen. Sie versuchte Ihrem Racker ein paar Tricks beizubringen, was auch ganz gut klappte. Oder war der Große nur hinter den Leckerlie her? Die jeden Fall gab es reichlich nach jeder vollbrachten Übung.

Auf einmal war ein riesiger Jubel zu hören. Er kam aus Richtung Fußballplatz. Die Heimmannschaft des Nachbardorfes muss wohl das Lokalderby gewonnen haben. Bald darauf ist es wieder Ruhig und ein dampfender Misthaufen taucht am Wegesrand auf. Komisch es riecht heute gar nicht. Nur ein paar Vögel haben dort wohl was Interessantes entdeckt und umkreisen selbigen im Flug.

Schon hab ich mehr als die Hälfte der Strecke geschafft und es macht noch richtig Spaß zu laufen.
Ich laufe an zwei verspielten Hunden, die sich nur für sich interessieren vorbei und kurz darauf kommen auch schon die Herrchen aus dem Nebel in Sichtweite, die so vertieft in Ihr Gespräch sind dass Sie mich gar nicht bemerken. Erst als ich grüßend vorbeilaufe blicken sie sich erschrocken um.
Am Sportplatz, wo eben noch der Siegesjubel der Fußballfans zu hören war, spielen jetzt Kinder und versuchen den Siegtreffer nachzustellen. Der kleine Steppke im riesigen 7 Meter Tor hat keine Chance aber er hechtet dennoch tapfer jedem Ball hinterher.

Am Waldsee ist die Stimmung dann besonders romantisch. Nebelschwarten ziehen über das Wasser, der Wasserdampf der langsam aufsteigt, der einsame See im Wald. Nur schemenhaft ist das andre Ufer mit den Bäumen zu erkennen, eine friedliche  Stille umgibt alles. Es sieht aus wie eine verwunschene Märchenlandschaft. Irgendwie eine total eindrucksvolle Stimmung.

Als ich dann Junge Mädchen auf Ihren Pferden sehe, die sich ganz aufgeregt von Ihren neuesten Erlebnissen erzählen weiß ich, dass die Runde nun gleich zu Ende ist.
Am Pferdehof links ab und noch über die Brücke drüber und schon ist es geschafft. 

Schade eigentlich, denn heute ist ein ganz besonders schöner Tag zum Laufen.

Montag, 7. November 2011

Phuu ist das anstrengend.....

Heute habe ich mein Athletik Training gestartet. Dies hatte mehrere Gründe. Zum Einen verbessert es die allgemeine Fitness und baut Muskeln auf wo noch keine sind. Zum Anderen hilft es bei den jeweiligen Sportarten, wenn die speziellen Sportarten spezifischen Übungen durchgeführt werden. Und dafür hatte ich das ja auch geplant. Genau für mein Schwimmtraining. Da hab ich was von Core Stabilität gelesen, die wichtig für die Wasserlage wäre. Na denn mal los.

Gesagt getan. In der letzten Woche habe ich mir die neue Ausrüstung an den Start gebracht und heute geht's nun los. Vor mir liegen ein großer Gymnastik Ball, Hanteln in der Ausführung 2, 3 und 5 Kg wobei die Großen erweiterbar sind. Des weiteren sind ein Gummiexpander Set (drei verschiedene Größen), eine Gym-Matte und eine Recktürstange. Auf weiteres habe ich erst einmal verzichtet, um zu sehen, was ich wirklich benötige.

Basis meines Trainings sollen Übungen aus den beiden Büchern "die fünfzig wichtigsten Übungen" und "Twelve week Triathlet" werden. Aus Ersterem suchte ich einfach die mit dem meisten Fokus auf Schwimmen heraus, diese waren auch gleichzeitig für die Core-Stärkung gedacht (warum nur :)) und das Zweite machte es einfach da die Übungen in Basic, Basement und Advance unterteilt sind, womit Basic meine spontane Auswahl war (nur nicht übertreiben :)).

So stand ich nun in meinen Running Klammotten (andere hab ich ja nicht), ein paar alten ASICS Laufschuhen (vorher durch die Waschmaschine gejagt) und einem Block Schreibpapier bewaffnet da, um meine unterirdische Performance ein für alle mal schwarz auf weiß festzuhalten. Meine Motivation war plötzlich mehrere Etagen weit in den Keller gerauscht. Krafttraining und ich sind keine Freunde. Aber heute gab es keine Ausrede mehr. Und so drückte ich die Stoppuhr und absolviere die erste Übung.
Auf dem Rücken liegend die Beine in der Hocke und abwechselnd bis kurz über den Boden lang gestreckt. Sieht eigentlich ganz einfach aus. Eins, zwei, drei ... so schwer ist das nicht ... vier, fünf, ... ich spüre was im Bauch ... sechs, sieben ... das Ziehen wird stärker ... acht, neun ... yea ... zehn ... Hölle ... elf ... ich glaub ich bin am Ende ... zwölf ... einen noch .... Dreizeeeeehn ... das war's, nichts geht mehr. Ein Brennen wo eben noch mein Bauch war, schön wenn der Schmerz nachlässt. Ich müsste zwei mal 20 Wiederholungen schaffen und das Ganze zweimal. Aber Rom wurde auch nicht an einem Tag erbaut und alt bekannt "aller Anfang ist schwer". Weiter geht's also. Eine Übung nach der anderen wird absolviert. Zwanzig sind insgesamt für heute geplant. Ich ächze unter den Strapazen und spüre die Muskeln, wie sonst nicht. Nach knapp einer Stunde habe ich mein erstes Athletiktraining hinter mir und bin total erschöpft.... Phuu war das anstrengend.

Nachtrag vom Folgetag: Ich hab Muskelkater. Praktisch in der gesamten Mitte. Im Bauch, Rücken Po, Oberschenkel, Arme, Brust.
... Ich bin auf dem richtigen Weg. :)

Mittwoch, 26. Oktober 2011

Achja, laufen tu ich auch noch ......

nach meinen ganzen Schwimmpost könnte der Gedanke aufkommen ich habe die Sportart gewechselt. Dem ist nicht so. Schwimmen betreibe ich derzeit als Ausgleichsport und eigentlich mehr nicht - ich meine bis auf den  kleinen Vorsatz mit dem Triathlon. Aber mein Hauptfocus liegt weiter auf dem Laufen und falls die Entscheidung stünde Laufen oder Schwimmen wegen Zeitmangel dann wäre die Sache klar - natürlich laufen.

Ich laufe also weiterhin regelmäßig und versuche dabei bloß nichts Falsches zu machen. Da gibt es ja der Dinge viele die man falsch machen kann. Zu schnell zu schnell, zu schnell zu lang, zu schnell zu oft und und und.
Mein Rhythmus ist derzeit 3 mal Wöchentlich zwischen 8 und 10 km, wobei Montags Lauftreff mit den Tempo oder Intervallläufen sind und die anderen beiden male gemütlich dahingelaufen wird. Der Wochenumfang liegt daher derzeit bei  26 - 28 km, je nachdem wie es gerade geht. Wenn ich das jetzt dann ein paar Wochen so gemacht habe und keine Schmerzen oder ähnliches habe, dann kann ich den Umfang langsam Steigern (mehr dazu in einem eigenem Post zu Trainingszyklen im November). 

Ach ja, Eins noch -- hab zur Zeit tierisch Bock zu laufen. Macht absolut Spaß und ist keine Last.

Sonntag, 23. Oktober 2011

So will ich doch noch ein Kraulschwimmer werden .....

Nach dem Lauf hab ich ein paar Internetrecherchen gemacht und mir einen neuen Plan zurechtgelegt. Irgendwo im vergangenem Kurs hab ich das mit der Wasserlage nicht so richtig mitbekommen. Auch die Abläufe des Kraulens in Gänze sind noch nicht wirklich verinnerlicht. Was liegt also näher als nochmal einen Anfängerkurs zu belegen. Diesen Tipp habe ich in einem Internetforum gelesen. Da waren noch viele denen es genauso ging wie mir. Und so habe ich mich erneut angemeldet. Ich hatte auch Glück und ein letzter Platz war frei. Es geht also in drei Wochen Di und Do wieder von vorne los. In dem Kurs will ich mich dann absolut auf die Wasserlage und die Abläufe konzentrieren. An den Kurstagen werde ich dann nicht wie sonst Brustschwimmen, sondern die Übungen ohne Flossen wiederholen und versuchen so die Abläufe zu verinnerlichen.

Ich hatte nun leider schon den Aufbau Kurs Ende November gebucht.  Dieser ist jeweils Mittwochs. Nach jetziger Lage sollte ich dem lieber absagen, da ich dann nur hinterher schwimmen werde. Eine Absage würde mich aber 1/4 des Kurses kosten. Und die beiden Kurse überlappen sich nur 4 Wochen.  Danach sind es noch weiter 8 Wochen bis der nächste Kurs losgeht. Im jetzigen Kurs haben auch nach kurzer Zeit verschiedene Grüppchen verschiedene Dinge gemacht. Wahrscheinlich werden Sie dann für mich auch noch ein extra Anfängerprogramm auflegen. Vor allem wird es dann aber ein anderer Trainer sein, der wahrscheinlich andere Tipps für mich hat, darauf setz ich jetzt.  Bis es so weit ist sind es noch vier Wochen, also noch ein wenig Zeit um sich zu verbessern. Wenn ich ab jetzt nur nach Kraule schaffe ich dann vielleicht 1 Bahn.

Ein weiterer Baustein wird das Theoriestudium werden. Klingt im ersten Moment komisch, hab ich aber beim Laufen auch so gemacht. Lesen wo andere auch Probleme haben und wie diese gelöst werden können, sowie dieses dann im Training zu probieren. Während der Internet Recherchen bin ich auch auf einen interessanten Büchertipp gestoßen. Total Immersion: "Schwimmen nach Art der Fische" und "Erfolgreich Kraul Schwimmen". Diese  beiden hab ich mir jetzt mal bestellt.

Ein letzter Puzzelstein wird die Verbesserung der Core-Stabilität werden, denn die Trainerin meinte auch immer ich soll den Rumpf anspannen.  Ein Athletik-Programm muss also her.

Mit diesen Maßnahmen will ich bis ende des Jahres zwei Bahnen Kraulschwimmen können. Ich hab neue Zuversicht, Auf geht's

Freitag, 21. Oktober 2011

Ich werd wohl nie Kraulen lernen .....

Der Kurs Kraulen für Anfänger ist nun nach nur 6 Wochen wieder zu Ende. Nicht dass er für länger angesetzt war, er war bloß viel zu kurz. Aber offiziell können wir nun alle Kraulen. Bei Zweien aus dem Kurs sieht das auch schon ganz gut aus und sie schaffen schon fast zwei Bahnen. Ich dagegen komme nicht weiter als eine halbe Bahn. Dann verheddere ich mich entweder mit der Atmung, dem Kraulzug, der Schulterdrehung oder sonst was. Auch ist meine Wasserlage eine reine Katastrophe. Ich stehe faktisch nach einer halben Bahn mehr im Wasser als dass ich liege. Und von der Kondition ganz zu schweigen, ich pumpe nach kurzer Zeit wie ein Maikäfer nach Luft und bin total fertig. Die Trainerin sagt, ich soll mich entspannen und langsam machen, nur dann komme ich gleich gar nicht mehr voran und versinke quasi.

Die ganze Situation hat mich ziemlich frustriert. Da hab ich schon einen Kurs gemacht und kann immer noch nicht Kraulschwimmen. Zweifel überall mich und ich bin überzeugt, dass ich Kraulen nie lernen werde. Eigentlich wollte ich ja jetzt die nächsten paar Wochen vor mich hin trainieren und Ende November dann mit dem Fortgeschrittenen Kurs weiter machen. Das wird nun so nichts, denn Kraulen kann ich weiterhin nicht. Als ich nach dem Kurs aus der Schwimmhalle kam war ich ziemlich deprimiert und wusste nicht so wirklich, wie es weiter gehen soll.

Meine Gedanken sortierte ich wie so oft in letzter Zeit dann bei einem ruhigen Läufchen.  Was waren die Optionen.
Aufgeben - wohl kaum. Brustschwimmen auf der Strecke (machen viele) - ist aber nicht wirklich eine Option. Warum sollte ich Kraulen auch nicht lernen können. Weitermachen war auf jeden Fall die Devise.
Dabei  hab ich an meine Anfänge des Laufens zurückgedacht. Da fiel es mir am Anfang auch schwer zu laufen und ich habe es erst mühsam erlernen müssen. Zu Beginn mit einem 1 min laufen 2 min gehen Rhythmus. Nach ein paar Wochen hab ich dann 20 min am Stück laufen können, zwar nur ganz langsam 2 km aber am Stück. Die Steigerung auf 3 mal regelmäßig 7 km am Stück hat dann doch fast noch ein Jahr gedauert.

Zum Vergleich - Ich schwimme jetzt erst seit 6 Wochen und hatte mit vorgestellt schon 500 m mit Pausen schwimmen zu können, irgendwie zu hoch gegriffen. Nun kam mir eine kleine Konfuzius Weisheit in den Sinn: "Wenn du merkst dass du ein Ziel so nicht erreichen kannst, dann verändere die Maßnahmen aber nicht das Ziel."

Ein neuer Plan muss also her.

Dienstag, 4. Oktober 2011

Ein Mops säuft ab...

seit drei Wochen mache ich ja nun schon Schwimmtraining. Bis jetzt hat uns die Trainerin mit Flossen schwimmen lassen um uns die so genannten Drills beizubringen. Drills sind einzelne Bewegungsabläufe des Kraulschwimmens, Wenn man die einzelnen kann, kann man irgendwann auch die gesamten, so die Theorie.

Mit Flossen hat man einen unheimlichen Vortrieb und somit auch eine ziemlich gute Wasserlage. Und man kann sich auf die Armbewegungen konzentrieren. Heute nun mussten wir das erste mal ohne Flossen schwimmen.
Eine Katastrophe ohne gleichen. Nichts ging mehr. Ich kam kaum voran (eigentlich bin ich auf der Stelle geschwommen). Meine Wasserlage hat was von stehen gehabt und geatmet habe ich auch zum falschen Zeitpunkt, als der Mund noch unter Wasser war. Nach Unmengen von geschlucktem Wasser und einer halben Ewigkeit bin ich dann doch am Ende der 25 Meter angekommen und hab so ziemlich alles falsch gemacht, was man falsch machen kann.
 
Nach dem Training bin ich ziemlich deprimiert. Wie soll ich je Kraulschwimmen lernen.

Freitag, 23. September 2011

Samstag, 17. September 2011

Der Schock ist verdaut .....

Wie schon berichtet, ich habe es wirklich getan und mich zum Jungfraumarathon angemeldet. Dabei hab Ich mir gesagt, wenn nicht jetzt dann nie. Und einfach nur einen Marathon schien mir beim meinem Ziel dann doch irgendwie zu einfach an. Das klingt zwar ganz schön abgehoben, aber ganz Nüchtern betrachtet ist ein Marathon beim meinem derzeitigen Trainingszustand schon im spätem Frühjahr möglich. Und das will ich auch so in Angriff nehmen. Über den Winter schön die langen Läufe trainieren und im April/Mai dann einen Marathon angehen.
Und damit stellt sich dann die Frage, was ich in 2012 noch alles erreichen will? Und dies steht natürlich im Zusammenhang mit meinem eigentlichen Ziel, irgendwamm den Transalpine Run zu finischen, in wievielen Jahren auch immer. Und dort stehen schließlich dann 8 Bergmarathon in Folge mit jeweils 2000 HM an.
Somit kamen dann schnell ein paar Bergläufe für den Spätsommer mit ins Spiel . Aber diese waren entweder zu kurz oder viel zu lang.  Ultraläufe stehen noch nicht auf dem Plan.  In der Distanz um die 30 km gibt es nicht zu viele um die Zeit.

So kam dann schließlich der Jungfraumarathon in den Fokus. Zwar eigentlich zu heftig (1800hm) und auch gleich wieder einen Marathon. Meinen Einstieg in die Bergläufe hatte ich mir anders vorgestellt. Allerdings ist zuwarten auch nicht wirklich möglich. Der Marathon ist immer schnell ausgebucht. Daher kann ich nicht erst mal trainieren, sehen wie der Leistungsstand im Sommer ist und dann anmelden. Also hieß es trau Dich und gehe ein Abenteuer ein.  Und jetzt gilt's halt. Ziel ist es finishen, egal in welcher Zeit. Auch wenn das Ziel schon geschlossen sein sollte.

Für das Training habe ich mir überlegt, dass neben dem Marathon Training auch noch Bergwandern und Läufe mit Höhenmetern anstehen nicht so schlecht sind :). Der Olympiaberg ist 50 Meter hoch. 10 mal und schon hab ich 500 hm auf der Habenseite. Also Olympiaberg ich komme :). Und Bergwandern wird meiner Liebsten auch gefallen (sie muss ja nicht gleich alles wissen).
     

Dienstag, 13. September 2011

Das erste Schwimmtraining.....

stand heute auf dem Plan. Ich wahr seit Jahren schon nicht mehr in einem Hallenbad. Weiß schon  gar nicht mehr wie das alles geht. An der Kasse gibt’s auch nur einen kurzen Hinweis. Gerade durch und in der Halle würde ich dann schon sehen wo es hingeht.
Also ab durchs Drehkreuz und rein in die Umkleide. Im Südbad ist diese nicht getrennt. Es gibt nur kleine 
Kabinen in die Männlein wie Weiblein gehen. Die Kabinen sind wirklich klein. Und die Türen, wenn die eine zu ist geht die andere auf, bis ich dass mit dem Hebel schnalle. Irgendwie schaffe ich es dann mich aus meine Sachen zu pellen, wie soll das erst im Winter werden.
In der Halle stehen tatsächlich ein Grüppchen mit Läuten rum, die wie sich gleich herausstellt auch Kraulen lernen wollen. Acht waren es an der Zahl und alle können es genauso wenig wie ich. Mir fällt ein Stein vom Herzen. Kraulen für Blutige Anfänger.

Die Trainerin macht uns aber Mut und zeigte auf einen aus meinen Augen hervorragend schwimmenden Krauler. Sie meinte, dass wir nach dem Kurs viel besser schwimmen könnten. Erstaunen und Skepsis machte sich breit. Ob das nicht doch die Gruppe für die Fortgeschrittenen wäre? Nein, war es nicht.
Wir sollten nun Ihren Stiel gegen den Schwimmer vergleichen. Und tatsächlich , Sie machte sich viel viel länger und die eine Schulter war immer ein wenig aus dem Wasser. Ja wir konnten die Unterschiede sehen. 
Dann ging's ins Wasser. Und es begannen die Drill's. So heißen die Technikübungen, wo immer teile des Bewegungsablauf geschult werden. Angefangen haben wir mit Rückenlage und dann Seitenlage. Und dann ging es auch schon los mit Kopf unter Wasser drehen und wieder zurück zum Atmen. Ich hab natürlich viel zu früh versucht zu atmen und das ganze Südbad verschluckt.  Beim nächsten Versuch lief mir das Wasser durch die Nase und so weiter. Am Ende aber ging es dann doch mit dem Timing und ich atmete zum Zeitpunkt ein, als der Kopf auch über Wasser war und pustete die Luft unter Wasser wieder durch die Nase raus. Und irgendwie war die erste Stunde auch schon rum.

Nach der Stunde noch schnell 400m Brustschwimmen um die Schwimmausdauer zu trainieren und schon war mein erstes Schwimmabenteuer vorbei. Ob das wohl hinhaut mit dem ersten Triathlon nächstes Jahr? Oder muss ich dass noch um mehrere Jahre verschieben. Wir werden sehen. Noch halte ich mich an den Optimismus der Trainerin. 

Samstag, 10. September 2011

I did it - 364 day's to go - ich Wahnsinniger

Ich hab's getan, ich hab's wirklich getan und ich war absolut nüchtern .... habs trotzdem getan. Ich hab mich angemeldet. Zum Marathon .. 42,192 km. Aber nicht irgendwo, sondern zum Jungfraumarathon 2012 in der Schweiz - Ich Wahnsinniger.
Ich freue mich drauf. Muss aber meine Gedanken erst mal ordnen. Später mehr.

Montag, 5. September 2011

Es läuft wieder.....

mein Wiedereinstieg ins Laufen ist gut gelungen. Ich schaffe die 8 km wieder 3 mal die Woche und beim Lauftreff heute bin ich auch mitgekommen. Obwohl, Claudia hat das Tempo auch nicht zu hoch gelegt, da fast alle noch unter der Urlaubsunterbrechung litten.
Nur mit meinem Puls stimmt was noch nicht. HF 150 bei normalen Tempo ist zu hoch. Daher wird es die nächsten Wochen nur langsames tempo heißen. Aber Montags, da darf ich :)

Mittwoch, 31. August 2011

Zum Schwimmtraining angemeldet ...

Jetzt hab ich mich zum Schwimmtraining angemeldet. Nicht dass ich nicht schwimmen kann, aber kraulen kann ich überhabt nicht. Ich meine eigentlich kann ich auch Brust nicht wirklich schwimmen. Das was ich schwimmen bezeichne ist eigentlich nur Plantschen und Kopf über Wasser halten. Meine Wasserlage hat eher was mit absaufen als mit schwimmen zu tun. Und jeder Rettungssschwimmer müsste überlegen, ob er sofort reinspringt und mich rausholt oder doch noch ein paar Sekunden gibt. 

Dennoch hab ich es getan und mich bei den Stadtwerken München zum Kurs angemeldet. Kraulkurs für blutige Anfänger. Warum?....Für mein Ziel brauche ich Kondition ohne Ende. Ausgleichssport wie Schwimmen scheint da ideal zu sein, das powert total uund ist gut für die Kondition. Zumal ich am Anfang eh nicht täglich laufen kann. Es scheint also logisch zu sein Schwimmen zu gehen und wenn ich kraulen nicht kann, dann muss ich dies eben lernen. Zumindest war das meine offizielle Ausrede fürs Anmelden.

Aber mal ganz ehrlich - der Alpentriathlon hat bei mir irgendwie extrem nachgewirkt und mich die ganze Zeit nicht mehr losgelassen. Wenn ich ehrlich bin ist das der eigentliche Grund - nicht nur den Laufpart zu meistern, sondern die Full Olympic Distance. 


Jetzt denkt Ihr sicherlich wie dies denn mit meinem Ziel dem Transalpine Run zusammenhängt. Nicht wirklich aber doch. Ich hab den Focus nicht verloren - nur habe ich gemerkt, dass die Steigerung der Laufleistung alleine nicht so schnell geht wie gedacht. Da muss ich extrem vorsichtig sein, da ich schnell zu Überlastungen neige. Ist wahrscheinlich ein Tribut des Alters. Aber die Kondition konnte ich schon mit Radfahren gut steigern. Warum also nicht einen zweiten Ausgleichsport, der die Beine fast nicht belastet? Genau. Somit kann ich mich langsam an die häufige Belastung gewöhnen ohne im Einzelnen zu überlasten. Und außerdem will ich umbedingt den Alpentriathlon finischen. Denn wenn ich nicht drei Stunden Schwimmen, Radfahren, Laufen durchhalten kann, wie soll ich dann 8 Tage lang je einen Marathon mit 3000 HM durchhalten?
Ich bin gespannt wie es wird. :)

Montag, 29. August 2011

So ein Schei......... die ganze schöne Form ist weg.

Alles im Eimer. Kaum mal ein paar Wochen (6) pausiert und schon ist die gute Form wieder dahin. All die Mühen von davor scheinen vergebens. Zurück auf LOS und von vorne starten, so scheint das Motto.
Gleich nach meinem ersten Lauf beim Wiedereinstieg hab ich Muskelkater bekommen, obwohl es nur 6km in wirklich langsamen Tempo (7:15 Schnitt) waren. Wie geht es mir da erst nach 8 oder 10 km im GA1 Tempo oder den Tempoeinheiten beim Lauftreff? Oh Wehe. Ich startete einen verzweifelten Hilferuf an Claudia, unsere Lauftrefftrainerin, ob Sie nicht ein paar Wunder bewirkende Tipps für plötzliche Formsteigerung von -10 auf irgendwas besseres für mich hätte. Und tatsächlich Sie hatte den ultimativen Geheimtipp parat: "laufen, laufen und noch mal laufen, im lockerem Tempo, ohne Tempo". Dann würde das schon wieder was werden. Der Muskelkater wäre normal und nächsten Montag beim Lauftreff würde dann der nächste hinzukommen nach Ihrem Spezial Formaufbauprogramm für mich (ich werde berichten).
Erleichtert und dennoch deprimiert, wegen des Formtiefs gehts nun in die neue Laufwoche - zwei bis drei mal 7,5 km lokeres Tempo und gegebenen falls noch mal Radl fahren.

Freitag, 26. August 2011

Was soll ich sagen…


es war einfach wieder herrlich zu laufen. Meine Nachbarn haben mich zwar für verrückt geklärt. aber ich konnte nicht länger warten und bin trotz extremer Hitze und schwülem Wetter meine erste kleine Runde gelaufen. Es waren zwar nur 6 km und das in wirklich langsamen (extrem langsamen) Tempo. Es hat dennoch völlig gereicht. Ich hab so geschwitzt, unglaublich. Das ist so Warm, nach dem Lauf hab ich erst mal einen Liter Iso rein geschlürft.
Da versteht man erst mal, wenn man im Fernsehen eine Übertragung Marathon von Spanien sieht und die sagen extreme Hitzeschlacht und die Athleten sind am Ende völlig entkräftet.

Naja, besseres Wetter (ich meine Kälter) ist für nächste Woche angesagt. Bis es soweit ist werde ich  lieber am frühen Morgen laufen.

Der Einstieg ist also wieder gemacht.

Mittwoch, 24. August 2011

Darf endlich wieder....nach Zwangspause


So morgen geht's wieder los mit dem Laufen - mir jucken nun schon die Beine vor lauter Ungeduld. So eine Zwangspause ist echt grausam.

Was war passiert - Anfang Juli hatte ich Schmerzen in einem Backenzahn (war schon ein Wurzelbehandelter). Diese gingen nicht weg und wurden schlimmer, trotz diverser Maßnahmen. Der Zahn musste dann schließlich herausoperiert werden, da er in die Wurzel hinein gebrochen war und sich entzündet hatte. Danach heilte dann zum Überfluss die Wunde nicht ab, da sich kein Blutpfropfen gebildet hatte.
Laufen konnte ich während der akuten Zeit nicht. Und als es dann einigermaßen ging verordnete mir der Arzt eine Zwangspause von 4 Wochen, damit alles abheilen kann.  Ja, vier Wochen sind heftig , aber ich wusste es bis dahin auch nicht, dass die Bakterien im Rachenraum vor allem wenn sie viele sind (also bei einer Entzündung und Vereiterung) extrem gefährlich sind. Diese können ganz schnell auf Herz übergehen bei sportlicher Belastung. Und das wäre dann viel schlimmer als 4 Wochen Pause. Daher stand das restlose Ausheilen erst einmal  im Vordergrund.
Meine Holde nutzte die Gelegenheit auch gleich und packte die Laufschuhe incl. Lauf-Sachen wieder aus dem Koffer für den Urlaub. Lautstarker Protest, dass es doch nur eher ein Hinweis als eine Vorgabe des Docs war halfen dabei auch nichts. Was soll ich sagen, ich hab's überlebt und es hat glaube ich auch ganz gut getan. Die Wunde ist abgeheilt und meine sonstigen Wehwehchen wie die Schienbeinschmerzen sind auch weg. Ich bin wieder voll motiviert und hab mir neue Laufziele ausgesucht, da das mit dem Halbmarathon in diesem Jahr wohl nichts mehr wird. (zu mindestens als Wettkampf)

Die Beine sind schon ganz zappelig und morgen geht's los.

Montag, 4. Juli 2011

Alpen-Triathlon - Laufpart









Der Spitzingsee Aplen-Triathlon war genial. So eine super Stimmung und so viele "echte" Triathleten. Ich kam mir schon ganz verloren vor unter all den super durchtrainierten und topfitten Profis. Und dennoch, auch wenn ich "nur" den Laufpart gemacht habe, war es einmalig. Die Topleute (und damit meine ich fast alle :) ) waren natürlich viel viel schneller. Aber sie haben genauso an den Anstiegen über die Schalmmwiese geschimpft, was für eine elende Plagerei das wäre, wie ich.

Der Spitzingsee Triathlon ist durch sein Profil besonders anstrengend, auch der Laufpart. Er hat mehrer kurze aber giftige Steigungen. Für mich als Flachlandtiroler und ohne spezielles Training schon echt heftig. Das war für mich Mahnung und Motivation für mein großes Ziel zugleich. Ich darf die Höhenmeter nicht zu leicht nehmen. Berglaufen  ist noch mal was ganz anderes.

Einmal mit der Weltelite und Bundesliga Topathleten zusammen in einem Rennen (wenn auch in ganz verschiedenen Liegen), so etwas erlebst Du als Hobbyläufer nicht all zu oft. Ich habs genossen, obwohl ich am Ende völlig platt war. Ob ich einen zweiten Triathlon mache und dann als "echter" Triathlet weiß ich jetzt noch nicht. Spass machen würde es mir bestimmt. 



Sonntag, 26. Juni 2011

Gemeinsam ankommen ist wichtiger als eine gute Zeit

Supi, der Stadtlauf ist geschafft und hat echt viel Spaß gemacht. Zwar war es "nur" die kurze Distanz von 10K, aber wir sind gelaufen und das ist das Wichtigste. Meinem Laufkollege ging es gesundheitlich nicht ganz so gut.  Er hat sich aber absolut tapfer durchgebissen, mein totaler Respekt. Daher konnten wir auch nicht ganz so laufen wie wir wollten - haben dafür aber eine super Zeit hingelegt. Nein ich korrigiere, für den Zustand in Hinblick auf seine Erkältung hat er echt eine Wahnsinnsleisung vollbracht. Ich weiß nicht ob ich das geschafft hätte oder überhaupt angetreten wäre.
Für mich war es dennoch selbstverständlich -gemeinsam loslaufen und gemeinsam ankommen. Auf Zeit laufen können wir immer noch, wenn wir wirklich fit sind.  Und nächstes Jahr wird die volle Distanz gelaufen, also die Halbmarathon Distanz. Ist abgemacht.

Vom Umfeld her war der Stadtlauf super organisiert. Von der Umkleide bis zur Afterlaufbetreuung war alles super. So viele Läufer (über 9000  bei den 10K) hätte ich echt nicht erwartet. Durch den Englischen Garten zog sich ein fast endloses Band aus Orange T-Shirts. Einfach genial.

 Einen wichtigen Punkt gibt’s noch. Meine Plautze muss weg .

Mittwoch, 22. Juni 2011

So .. die ersten Ziele stehen,

Und zwar in Form von zwei 10k Läufen jetzt und einem Halbmarathon im Herbst. Diesen Sonntag bin ich mit meinem Laufpartner von der Firma zum Stadtlauf München verabredet. Ziel ist es, gemeinsam Spaß zu haben und die 10k zu finnischen. Daraus wollen wir dann die notwendige Motivation für eine Halbmarathon ziehen und uns auf den HM beim München Marathon vorzubereiten. Womit auch das zweite Ziel für dieses Jahr steht. Und ..  beim Firmenlauf sind wir selbstverständlich auch angemeldet, auch wenn es da wie üblich regnen wird :)

Am Wochenende nach dem Stadtlauf steht dann noch eine Triathlon Staffel am Schlier bzw. Spitzigesee an. Hier übernehme ich den 10k Laufpart der Staffel. Zwei Freunde eines Arbeitskollegens aus Manchester UK wollten gerne teilnehmen und suchten noch einen Läufer. Trotz meines Hinweises auf meine bescheidene Performance waren sie sofort begeistert und haben uns eingeloggt - Ich hoffe ich enttäusche sie nicht. Aber Engländer sind Sportsmänner - hoffentlich :). Ich werde berichten.

Montag, 20. Juni 2011

Vom Schönwetter Läufer zum Regenliebhaber

Naja, ganz so furios wie es sich anhört ist die Realität noch nicht. Aber die letzte Woche war wettertechnisch gesehen nicht gerade optimal. Zweimal war leichter Nieselregen der Begleiter beim Laufen. In der Sommerzeit ist das eigentlich nicht schlecht. Wenn du erst einmal losgelaufen bist, ist es ganz angenehm, nicht mehr so warm oder schwül und die Luft ist klar und frisch.
Auch die feinen Regentropfen sind eine angenehme Erfrischung auf der Gesichtshaut.
In den letzten zwei Tagen hat es allerdings nur geregnet. Die ganze Zeit nur Bindfäden artiger starker Dauerregen. Die Pfützen vorm Haus haben sich zu riesigen Seen gewandelt, zu deren überqueren hochseetaugliche Boote notwendig sind. Wie da wohl erst die Laufstrecke aussieht, vor lauter Schlammlöcher wohl nicht mehr als solche zu erkennen, geschweige denn von den kurzen Schwimmstrecken. Ich lauf heute nicht, aber morgen ganz bestimmt.

Heute jedoch gibt es am Himmel blaue Löcher in den Wolken. Vom Regen sind nur kurze leichte Schauer geblieben. Also nicht lange abgewartet und los ging es. Die Sonne lacht noch von oben und es ist schön zu laufen. Aber was ist das da hinten in weiter Ferne, tiefgraue Wolken, die werden doch wohl nicht. Noch ist alles Bestens und umdrehen ist auch egal, da der Unterschied zum Weiterlaufen gering ist. 5 Minuten später sind die Wolken dann da. Um mich herum sieht es aus als ob die Welt untergehen will. Der Wind peitscht durch die Bäume und dann kommts heftig. Es fängt an in Strömen zu regnen. Innerhalb kurzer Zeit bin ich bis auf die Haut durchnässt. Ich fluche innerlich und ziehe das Tempo ein wenig an damit mir nicht kalt wird.
Nach einer Weile fühlt sich der Regen aber gar nicht mehr so schrecklich an. Am Golfplatz angekommen sehe ich die Golfer unter den Bäumen in einer Schutzhütte verkrochen. Ich flitze durch die Pfützen und an ihnen vorbei. Dabei fühle ich mich in meiner Meinung bestätigt - alles "Warmduscher".
Weiter geht’s. Ich laufe die Böschung hoch, dahinter kommt freies Feld. Oben angekommen haut es mich fast um. Hinten scheint schon die Sonne, das Feld im strömenden Regen, einfach nur genial. Die Glückshormone durchströmen mich und ich bin froh, dass ich laufen und hier draußen in der Natur bin.
Auf meiner Restrunde kommen mir nur noch eine Läuferin mit Ihrer kleinen Tochter und ein einsamer MTB Fahrer entgegen.  Wir grüßen uns freundlich  lächelnd, als wären wir eine kleine eingeschworene Gemeinschaft. Sonst ist niemand zu sehen, keine Hundehalter oder Walker.  Alleine mit dem Regen und den schweifenden Gedanken komme ich glücklich zu Hause wieder an. Der Regen und ich sind Freunde geworden.  Schnell ab unter die warme Dusche :)

Samstag, 11. Juni 2011

Der erste Schritt ist gemacht,

Ich laufe wieder regelmäßig, prima. Der nächste Stepp wäre die Steigerung des Umfangs und Anzahl der Trainings pro Woche. Den Umfang zu erhöhen lässt sich ja recht simpel bewerkstelligen. Einfach immer ein wenig länger laufen. Dabei gibt es eigentlich nur eine Regel, den Umfang nicht über 10% pro Woche steigern, so sagt die einschlägige Literatur. Sonst drohen Überlastungsschäden. Das kann ich aber aus früherer Erfahrung nur bestätigen. Sehr beliebt bei mir ist Shin Splint. Und das einigste was dagegen hilft ist eine rechtzeitige Laufpause bis die Schmerzen weg sind und anschließend mit reduziertem Umfang wieder einsteigen. Also gerade das, was ich nicht will. Es gilt also vorsichtig und besonnen zu sein. Wobei bei derzeit 21 km pro Woche sollten 1 - 2 km mehr für mich schon machbar sein. 
Schwieriger wird es schon mit der Häufigkeit. Um mein Ziel zu erreichen werde ich täglich trainieren müssen. Schon allein um den Körper, die Sehnen und Muskeln auf eine tägliche Belastung bei dem Lauf vorbereiten. An 8 Tagen hintereinander kommen superharte Einheiten auf mich zu. Das lauf ich nicht einfach mit 3 bis 4 Einheiten die Woche. Ab sofort täglich zu laufen ist auch nicht ratsam, denn auch damit wären Überlastungsschäden vorprogrammiert und die Steigerung der Anzahl muss natürlich auch mit der Umfangssteigerung synchronisiert sein.
Mein Plan ist nun jeden zweiten Tag zu laufen und dabei die 4 Wochenregel einzuhalten, also 3 Wochen power und in der 4. Woche reduziert auf ca. 70% des Umfangs.
Jeweils am Wochenende einen langen Lauf der kontinuierlich verlängert wird.
Also, auf geht’s,

Samstag, 28. Mai 2011

Walking Urlaub

Diese Woche wird es mit dem Laufen nichts werden. Wir sind zu einem Kurztrip nach Berlin gedüst. Aber ich denke die kurze Laufpause von einer Woche wird mir nicht schaden. Zum Einem wäre es eh die achte Trainingswoche, womit wieder ein reduzierter Umfang anstünde. Zum Anderen sind Städtetrips bei uns geprägt von ausgeprägten Sightseeing  Touren zu Fuß.
Somit habe ich de facto tägliche alternative Trainingseinheiten in Form von ausgeprägten Walkingtouren und ein paar Höhenmeter mit Besteigungen auf Aussichtsplattformen hinauf.
PS: So viele Kilometer sind wir schon lange nicht mehr gelaufen. 

Montag, 9. Mai 2011

Schlechte Tage

Manchmal gibt es schlechte Tage, an denen gar nichts geht. Du fühlst Dich eigentlich gut aber schon kurz nach dem los Laufen bist Du außer Puste. Gestern war bei mir so ein Tag.
Es gab eigentlich keinen ersichtlichen Grund, aber schon die ersten zwei Kilometer im Einlauftempo fielen mir schwer und mein Puls kam in Bereiche die ich sonst am Ende des Tempotrainings habe.
Das wird heute schwer denke ich mir und biege sicherheitshalber mal auf die kürzere Runde ein, die richtige Entscheidung wie sich später herausstellt. Noch ein paar Meter und die erste Temposteigerung beginnt. Mein Puls schießt weiter hoch und ich halte nur eine kurze Strecke durch. Es wird auch durch die Wiederholungen nicht besser. Im Gegenteil ich merke wie die Kraft aus den Beinen schwindet und alles schwammig weich wird. OK denk ich mir, dann eben nicht. Ich versuche wenigsten ein längeres Stück im GA2 Tempo zu laufen. Aber auch dabei pumpe ich wie ein Maikäfer. Einschrittatmung, nach kurzer Zeit schon bin ich am Ende. Nichts geht mehr, mein Puls hämmert an der Schläfe und ich bin am Ende total ausgelaugt, platt, nur Gut dass ich auf der kurzen Runde bin.
Die Erkenntnis des Tages - es gibt Tage, an denen trotz keines ersichtlichen Grundes nichts geht. An diesen sollte man es nicht erzwingen. Locker laufen und nichts übertreiben. Beim nächsten Mal geht's wieder besser, ganz bestimmt.

Dienstag, 3. Mai 2011

Lauftreff (Novize)

Hab mich zum Lauftreff des Sportvereins verabredet  und bin schon ganz angespannt. Auf der Website hieß es, dass man "mindestens" 10 km in einer Stunde laufen können muss. Meine derzeitige 10 km Wettkampfzeit liegt bei 1:03 h. Da werde ich wohl ganz schön ins Schwitzen kommen, wenn's überhaupt gut geht.
Am Parkplatz angekommen sehe ich die Vorgängergruppe schon von weiten. Sie macht ein Dehnprogramm, was ich selbst bis jetzt immer vermieden habe. Mal sehen, allerdings wird es nicht die einzige Überraschung bleiben. Claudia, die Trainerin, begrüßt mich recht herzlich und erklärt mir kurz den Ablauf. Sie stellt mich der Gruppe vor, die mich ganz lieb begrüßt. Nur sehen aber alle so schnell aus. Und hatte ich da gerade richtig gehört? Intervalle, Temposteigerungen!! Hasse ich wie der Teufel das Weihwasser. Naja es sollen immerhin nur 8k werden, meine derzeitige Rundenlänge - vom langen Lauf!
Los geht's im "gemütlichen" trab, ich meine für die anderen. Ich versuche so locker wie möglich hinterher zu hecheln, was mir ganz gut gelingt. Und dann kommt das Signal - Temposteigerung. Alle sprinten los. Meine müden Muskeln wollen nicht - sie müssen - kann mir ja beim ersten Mal keine Blöße geben.  Nur mit Mühe halte ich den Anschluss, der Puls am Anschlag, die Oberschenkel brennen. Bin ich froh, als es wieder langsamer weitergeht. Immer noch außer Atem kann ich auf die Frage wie es ginge nur gequält lächeln, weiter geht's.
Sauerstoffmangel macht sich breit und ich muss gähnen. Just in den Moment dreht sich die Trainerin um und schaut wie es mir geht, denkt es ist alles bestens und startet zum nächsten Intervall. Ich hechte hinterher, meine Beine bestehen praktisch nur noch aus Laktat. Nach einer gefühlten Ewigkeit ist auch dieses Intervall zu Ende. Für mich das letzte heute. Die Anderen machen noch locker weitere, ich allerdings trabe nur hinterher. Am Ausgangspunkt angekommen bin ich froh, dass die Runde zu Ende ist. Nun kommt noch das Dehnprogramm. Mich zerreißt es fast. Die alten Sehnen quietschen und jaulen unter der Spannung. Ich kann nicht sagen, welche Muskeln nicht verkürzt sind, eigentlich sind es alle.

Samstag, 16. April 2011

Es wird hart werden,

Heute regnet es stark. Soll ich dennoch laufen? Ich werden bei Regen laufen müssen, wenn ich mein Ziel erreichen will. Ich laufe dennoch nicht. Aber nicht weil es regnet, sondern wegen der Regeneration. Ich spüre von dem kurzen, gemütlichen Läufchen von gestern doch einen leichten Muskelkater - so schlecht bin ich in Form. Nicht das ich früher zwei Tage hintereinander gelaufen bin. Aber ich hatte keine Muskelkater nach der kurzen Runde.
Also Zeit sich ein paar Gedanken zu machen. Das Projekt ist klar, das Ziel Transalpine-Run steht, nur ist nicht ganz klar wie ich es erreichen kann. Es müssen am Besten ein paar Planungen her. Trainingspläne habe ich bereits genug gemacht und alle nicht eingehalten. Wie diesmal die Sache angehen? Welche Steps muss ich machen? Wie trainieren? Fragen über Fragen. Nur soviel ist klar. Ich darf nicht überpacen sonst kommen Verletzungen. Allerdings muss ich langfristig auch auf tägliches Training kommen. Dies kann ich am Anfang durch Multi Sport erreichen.
Die ersten zwei Wochen werde ich erst einmal nur jeden zweiten Tag laufen. Locker ohne Druck um wieder reinzukommen.

Mittwoch, 13. April 2011

Der lange Weg,

Nun ja, das Ziel ist soweit erst einmal klar Transalpine-Run. Aber wie kann ich es erreichen, ohne vorher den Mut zu verlieren, ohne vorher aufzugeben weil es unerreichbar scheint? Der Transalpine-Run bedeutet an 8 Tagen hintereinander jeweils fast eine Marathon zu laufen und dabei jeweils noch ca. 2.000 HM zu machen.
Um diesen Lauf durchzustehen muss ich extrem fit und gut trainiert sein. Fitnesstechnisch gesehen muss ich mich auf einem Level bewegen der weit über meinem jetzigen liegt, auf einem anderen Stern sozusagen, also weit entfernt von meinem Freizeitläufer Level. Derzeit laufe ich zweimal die Woche so 6 km. Als Wettkampferfahrung kann ich 10 km beim Silvesterlauf vorweisen. Alles in Allem nicht gerade viel und lächerlich gering im Vergleich zu den Anforderungen des Transalpine-Run. 
Einzig gangbarer Weg scheint daher der nach Konfuzius: "Wenn ein Ziel so weit entfernt ist, dass Du es nicht auf Einmal erreichen kannst, dann teile es in mehrere kleine erreichbare Teilstücke auf."
Und genau so werd ich es machen, kleine Etappen und jeweils erreichbare Ziele. Das nimmt der gesamten Aufgabe den Schrecken und schafft Motivationsschübe, wenn ein Teilziel erreicht ist. Ich konzentriere mich jeweils auf das nächste Etappenziel und setze alles daran, dieses zu erreichen.  Danach wird dann der nächste Abschnitt geplant und in Angriff genommen. So kann es gehen.

Aber was sind brauchbare und sinnvolle Zwischenziele? Einen Marathon finishen ist auf jeden Fall mal Eins. Bei Bergläufen teilnehmen ist Pflicht. Etappenläufe müssen später mit ins Programm. Auch Ultraläufe dürfen nicht fehlen.  Damit werde ich mal ein paar Internetrecherchen machen um geeignete Ziele und Time-Lines zusammenzutragen.

Montag, 11. April 2011

8 Tage, 3 Länder, 17.700 HM, 295 km sind die Unglaublichen Zahlen

"This is a great way to spend life."
Ist wie eingebrannt und geht mir einfach nicht aus dem Kopf. Der Song "keep on Running" läuft ständig im Kopf als Endlosschleife ab.
Ich trotte vor mich hin. Bin glücklich wieder zu laufen. Die ganzen Pausen in letzter Zeit waren nicht gut, haben sich wie Blei an mich gehängt und mich immer Passiver werden lassen. Schnell waren die Ausreden gefunden nicht zu laufen - zu kalt, zu dunkel, zu nass, zu müde, werde vielleicht krank, die Grippe kommt bestimmt wenn ich jetzt laufe.
Schon seit über einem halben Jahr versuche ich den Wiedereinstieg in den Wiedereinstieg. Jeder Läufer kennt dies. Achim Achilles hat ganze Kapitel davon geschrieben und dennoch passiert es immer wieder. Diesmal wird alles besser. Ich trabe weiter auf meiner Runde und genieße die Sonne und die Natur. Herrlich.
 
"Keep on running" - Der Song hämmert weiter imaginär im Ohr. Wieso so etwas nicht selbst durchziehen? Es scheint unmöglich, aussichtslos, eine totale Spinnerei. Aber wenn ich es wirklich richtig will, dann kann ich es schaffen. Ich schließe mit mir selbst einen Pakt, einen Pakt der mein Leben verändern wird. "A great way to spend life" wird mein neues Lebensmotto werden, soviel ist sicher. Meine Frau wird mich für verrückt erklären und denken, dass die Midlife-Crisis zuschlägt. 

"You can dream it, you can do it."  Der Weg ist das Ziel und ich will diesen Lauf machen. Ich will die Finish Line überqueren. Wie, welche Zeit egal, aber ich will finishen. Ich werde es schaffen. 

Wie ich das machen will? Davon soll der Blog berichten.