Samstag, 28. Mai 2011

Walking Urlaub

Diese Woche wird es mit dem Laufen nichts werden. Wir sind zu einem Kurztrip nach Berlin gedüst. Aber ich denke die kurze Laufpause von einer Woche wird mir nicht schaden. Zum Einem wäre es eh die achte Trainingswoche, womit wieder ein reduzierter Umfang anstünde. Zum Anderen sind Städtetrips bei uns geprägt von ausgeprägten Sightseeing  Touren zu Fuß.
Somit habe ich de facto tägliche alternative Trainingseinheiten in Form von ausgeprägten Walkingtouren und ein paar Höhenmeter mit Besteigungen auf Aussichtsplattformen hinauf.
PS: So viele Kilometer sind wir schon lange nicht mehr gelaufen. 

Montag, 9. Mai 2011

Schlechte Tage

Manchmal gibt es schlechte Tage, an denen gar nichts geht. Du fühlst Dich eigentlich gut aber schon kurz nach dem los Laufen bist Du außer Puste. Gestern war bei mir so ein Tag.
Es gab eigentlich keinen ersichtlichen Grund, aber schon die ersten zwei Kilometer im Einlauftempo fielen mir schwer und mein Puls kam in Bereiche die ich sonst am Ende des Tempotrainings habe.
Das wird heute schwer denke ich mir und biege sicherheitshalber mal auf die kürzere Runde ein, die richtige Entscheidung wie sich später herausstellt. Noch ein paar Meter und die erste Temposteigerung beginnt. Mein Puls schießt weiter hoch und ich halte nur eine kurze Strecke durch. Es wird auch durch die Wiederholungen nicht besser. Im Gegenteil ich merke wie die Kraft aus den Beinen schwindet und alles schwammig weich wird. OK denk ich mir, dann eben nicht. Ich versuche wenigsten ein längeres Stück im GA2 Tempo zu laufen. Aber auch dabei pumpe ich wie ein Maikäfer. Einschrittatmung, nach kurzer Zeit schon bin ich am Ende. Nichts geht mehr, mein Puls hämmert an der Schläfe und ich bin am Ende total ausgelaugt, platt, nur Gut dass ich auf der kurzen Runde bin.
Die Erkenntnis des Tages - es gibt Tage, an denen trotz keines ersichtlichen Grundes nichts geht. An diesen sollte man es nicht erzwingen. Locker laufen und nichts übertreiben. Beim nächsten Mal geht's wieder besser, ganz bestimmt.

Dienstag, 3. Mai 2011

Lauftreff (Novize)

Hab mich zum Lauftreff des Sportvereins verabredet  und bin schon ganz angespannt. Auf der Website hieß es, dass man "mindestens" 10 km in einer Stunde laufen können muss. Meine derzeitige 10 km Wettkampfzeit liegt bei 1:03 h. Da werde ich wohl ganz schön ins Schwitzen kommen, wenn's überhaupt gut geht.
Am Parkplatz angekommen sehe ich die Vorgängergruppe schon von weiten. Sie macht ein Dehnprogramm, was ich selbst bis jetzt immer vermieden habe. Mal sehen, allerdings wird es nicht die einzige Überraschung bleiben. Claudia, die Trainerin, begrüßt mich recht herzlich und erklärt mir kurz den Ablauf. Sie stellt mich der Gruppe vor, die mich ganz lieb begrüßt. Nur sehen aber alle so schnell aus. Und hatte ich da gerade richtig gehört? Intervalle, Temposteigerungen!! Hasse ich wie der Teufel das Weihwasser. Naja es sollen immerhin nur 8k werden, meine derzeitige Rundenlänge - vom langen Lauf!
Los geht's im "gemütlichen" trab, ich meine für die anderen. Ich versuche so locker wie möglich hinterher zu hecheln, was mir ganz gut gelingt. Und dann kommt das Signal - Temposteigerung. Alle sprinten los. Meine müden Muskeln wollen nicht - sie müssen - kann mir ja beim ersten Mal keine Blöße geben.  Nur mit Mühe halte ich den Anschluss, der Puls am Anschlag, die Oberschenkel brennen. Bin ich froh, als es wieder langsamer weitergeht. Immer noch außer Atem kann ich auf die Frage wie es ginge nur gequält lächeln, weiter geht's.
Sauerstoffmangel macht sich breit und ich muss gähnen. Just in den Moment dreht sich die Trainerin um und schaut wie es mir geht, denkt es ist alles bestens und startet zum nächsten Intervall. Ich hechte hinterher, meine Beine bestehen praktisch nur noch aus Laktat. Nach einer gefühlten Ewigkeit ist auch dieses Intervall zu Ende. Für mich das letzte heute. Die Anderen machen noch locker weitere, ich allerdings trabe nur hinterher. Am Ausgangspunkt angekommen bin ich froh, dass die Runde zu Ende ist. Nun kommt noch das Dehnprogramm. Mich zerreißt es fast. Die alten Sehnen quietschen und jaulen unter der Spannung. Ich kann nicht sagen, welche Muskeln nicht verkürzt sind, eigentlich sind es alle.