Sonntag, 26. Juni 2011

Gemeinsam ankommen ist wichtiger als eine gute Zeit

Supi, der Stadtlauf ist geschafft und hat echt viel Spaß gemacht. Zwar war es "nur" die kurze Distanz von 10K, aber wir sind gelaufen und das ist das Wichtigste. Meinem Laufkollege ging es gesundheitlich nicht ganz so gut.  Er hat sich aber absolut tapfer durchgebissen, mein totaler Respekt. Daher konnten wir auch nicht ganz so laufen wie wir wollten - haben dafür aber eine super Zeit hingelegt. Nein ich korrigiere, für den Zustand in Hinblick auf seine Erkältung hat er echt eine Wahnsinnsleisung vollbracht. Ich weiß nicht ob ich das geschafft hätte oder überhaupt angetreten wäre.
Für mich war es dennoch selbstverständlich -gemeinsam loslaufen und gemeinsam ankommen. Auf Zeit laufen können wir immer noch, wenn wir wirklich fit sind.  Und nächstes Jahr wird die volle Distanz gelaufen, also die Halbmarathon Distanz. Ist abgemacht.

Vom Umfeld her war der Stadtlauf super organisiert. Von der Umkleide bis zur Afterlaufbetreuung war alles super. So viele Läufer (über 9000  bei den 10K) hätte ich echt nicht erwartet. Durch den Englischen Garten zog sich ein fast endloses Band aus Orange T-Shirts. Einfach genial.

 Einen wichtigen Punkt gibt’s noch. Meine Plautze muss weg .

Mittwoch, 22. Juni 2011

So .. die ersten Ziele stehen,

Und zwar in Form von zwei 10k Läufen jetzt und einem Halbmarathon im Herbst. Diesen Sonntag bin ich mit meinem Laufpartner von der Firma zum Stadtlauf München verabredet. Ziel ist es, gemeinsam Spaß zu haben und die 10k zu finnischen. Daraus wollen wir dann die notwendige Motivation für eine Halbmarathon ziehen und uns auf den HM beim München Marathon vorzubereiten. Womit auch das zweite Ziel für dieses Jahr steht. Und ..  beim Firmenlauf sind wir selbstverständlich auch angemeldet, auch wenn es da wie üblich regnen wird :)

Am Wochenende nach dem Stadtlauf steht dann noch eine Triathlon Staffel am Schlier bzw. Spitzigesee an. Hier übernehme ich den 10k Laufpart der Staffel. Zwei Freunde eines Arbeitskollegens aus Manchester UK wollten gerne teilnehmen und suchten noch einen Läufer. Trotz meines Hinweises auf meine bescheidene Performance waren sie sofort begeistert und haben uns eingeloggt - Ich hoffe ich enttäusche sie nicht. Aber Engländer sind Sportsmänner - hoffentlich :). Ich werde berichten.

Montag, 20. Juni 2011

Vom Schönwetter Läufer zum Regenliebhaber

Naja, ganz so furios wie es sich anhört ist die Realität noch nicht. Aber die letzte Woche war wettertechnisch gesehen nicht gerade optimal. Zweimal war leichter Nieselregen der Begleiter beim Laufen. In der Sommerzeit ist das eigentlich nicht schlecht. Wenn du erst einmal losgelaufen bist, ist es ganz angenehm, nicht mehr so warm oder schwül und die Luft ist klar und frisch.
Auch die feinen Regentropfen sind eine angenehme Erfrischung auf der Gesichtshaut.
In den letzten zwei Tagen hat es allerdings nur geregnet. Die ganze Zeit nur Bindfäden artiger starker Dauerregen. Die Pfützen vorm Haus haben sich zu riesigen Seen gewandelt, zu deren überqueren hochseetaugliche Boote notwendig sind. Wie da wohl erst die Laufstrecke aussieht, vor lauter Schlammlöcher wohl nicht mehr als solche zu erkennen, geschweige denn von den kurzen Schwimmstrecken. Ich lauf heute nicht, aber morgen ganz bestimmt.

Heute jedoch gibt es am Himmel blaue Löcher in den Wolken. Vom Regen sind nur kurze leichte Schauer geblieben. Also nicht lange abgewartet und los ging es. Die Sonne lacht noch von oben und es ist schön zu laufen. Aber was ist das da hinten in weiter Ferne, tiefgraue Wolken, die werden doch wohl nicht. Noch ist alles Bestens und umdrehen ist auch egal, da der Unterschied zum Weiterlaufen gering ist. 5 Minuten später sind die Wolken dann da. Um mich herum sieht es aus als ob die Welt untergehen will. Der Wind peitscht durch die Bäume und dann kommts heftig. Es fängt an in Strömen zu regnen. Innerhalb kurzer Zeit bin ich bis auf die Haut durchnässt. Ich fluche innerlich und ziehe das Tempo ein wenig an damit mir nicht kalt wird.
Nach einer Weile fühlt sich der Regen aber gar nicht mehr so schrecklich an. Am Golfplatz angekommen sehe ich die Golfer unter den Bäumen in einer Schutzhütte verkrochen. Ich flitze durch die Pfützen und an ihnen vorbei. Dabei fühle ich mich in meiner Meinung bestätigt - alles "Warmduscher".
Weiter geht’s. Ich laufe die Böschung hoch, dahinter kommt freies Feld. Oben angekommen haut es mich fast um. Hinten scheint schon die Sonne, das Feld im strömenden Regen, einfach nur genial. Die Glückshormone durchströmen mich und ich bin froh, dass ich laufen und hier draußen in der Natur bin.
Auf meiner Restrunde kommen mir nur noch eine Läuferin mit Ihrer kleinen Tochter und ein einsamer MTB Fahrer entgegen.  Wir grüßen uns freundlich  lächelnd, als wären wir eine kleine eingeschworene Gemeinschaft. Sonst ist niemand zu sehen, keine Hundehalter oder Walker.  Alleine mit dem Regen und den schweifenden Gedanken komme ich glücklich zu Hause wieder an. Der Regen und ich sind Freunde geworden.  Schnell ab unter die warme Dusche :)

Samstag, 11. Juni 2011

Der erste Schritt ist gemacht,

Ich laufe wieder regelmäßig, prima. Der nächste Stepp wäre die Steigerung des Umfangs und Anzahl der Trainings pro Woche. Den Umfang zu erhöhen lässt sich ja recht simpel bewerkstelligen. Einfach immer ein wenig länger laufen. Dabei gibt es eigentlich nur eine Regel, den Umfang nicht über 10% pro Woche steigern, so sagt die einschlägige Literatur. Sonst drohen Überlastungsschäden. Das kann ich aber aus früherer Erfahrung nur bestätigen. Sehr beliebt bei mir ist Shin Splint. Und das einigste was dagegen hilft ist eine rechtzeitige Laufpause bis die Schmerzen weg sind und anschließend mit reduziertem Umfang wieder einsteigen. Also gerade das, was ich nicht will. Es gilt also vorsichtig und besonnen zu sein. Wobei bei derzeit 21 km pro Woche sollten 1 - 2 km mehr für mich schon machbar sein. 
Schwieriger wird es schon mit der Häufigkeit. Um mein Ziel zu erreichen werde ich täglich trainieren müssen. Schon allein um den Körper, die Sehnen und Muskeln auf eine tägliche Belastung bei dem Lauf vorbereiten. An 8 Tagen hintereinander kommen superharte Einheiten auf mich zu. Das lauf ich nicht einfach mit 3 bis 4 Einheiten die Woche. Ab sofort täglich zu laufen ist auch nicht ratsam, denn auch damit wären Überlastungsschäden vorprogrammiert und die Steigerung der Anzahl muss natürlich auch mit der Umfangssteigerung synchronisiert sein.
Mein Plan ist nun jeden zweiten Tag zu laufen und dabei die 4 Wochenregel einzuhalten, also 3 Wochen power und in der 4. Woche reduziert auf ca. 70% des Umfangs.
Jeweils am Wochenende einen langen Lauf der kontinuierlich verlängert wird.
Also, auf geht’s,