Naja, ganz so furios wie es sich anhört ist die Realität noch nicht. Aber die letzte Woche war wettertechnisch gesehen nicht gerade optimal. Zweimal war leichter Nieselregen der Begleiter beim Laufen. In der Sommerzeit ist das eigentlich nicht schlecht. Wenn du erst einmal losgelaufen bist, ist es ganz angenehm, nicht mehr so warm oder schwül und die Luft ist klar und frisch.
Auch die feinen Regentropfen sind eine angenehme Erfrischung auf der Gesichtshaut.
In den letzten zwei Tagen hat es allerdings nur geregnet. Die ganze Zeit nur Bindfäden artiger starker Dauerregen. Die Pfützen vorm Haus haben sich zu riesigen Seen gewandelt, zu deren überqueren hochseetaugliche Boote notwendig sind. Wie da wohl erst die Laufstrecke aussieht, vor lauter Schlammlöcher wohl nicht mehr als solche zu erkennen, geschweige denn von den kurzen Schwimmstrecken. Ich lauf heute nicht, aber morgen ganz bestimmt.
Heute jedoch gibt es am Himmel blaue Löcher in den Wolken. Vom Regen sind nur kurze leichte Schauer geblieben. Also nicht lange abgewartet und los ging es. Die Sonne lacht noch von oben und es ist schön zu laufen. Aber was ist das da hinten in weiter Ferne, tiefgraue Wolken, die werden doch wohl nicht. Noch ist alles Bestens und umdrehen ist auch egal, da der Unterschied zum Weiterlaufen gering ist. 5 Minuten später sind die Wolken dann da. Um mich herum sieht es aus als ob die Welt untergehen will. Der Wind peitscht durch die Bäume und dann kommts heftig. Es fängt an in Strömen zu regnen. Innerhalb kurzer Zeit bin ich bis auf die Haut durchnässt. Ich fluche innerlich und ziehe das Tempo ein wenig an damit mir nicht kalt wird.
Nach einer Weile fühlt sich der Regen aber gar nicht mehr so schrecklich an. Am Golfplatz angekommen sehe ich die Golfer unter den Bäumen in einer Schutzhütte verkrochen. Ich flitze durch die Pfützen und an ihnen vorbei. Dabei fühle ich mich in meiner Meinung bestätigt - alles "Warmduscher".
Weiter geht’s. Ich laufe die Böschung hoch, dahinter kommt freies Feld. Oben angekommen haut es mich fast um. Hinten scheint schon die Sonne, das Feld im strömenden Regen, einfach nur genial. Die Glückshormone durchströmen mich und ich bin froh, dass ich laufen und hier draußen in der Natur bin.
Weiter geht’s. Ich laufe die Böschung hoch, dahinter kommt freies Feld. Oben angekommen haut es mich fast um. Hinten scheint schon die Sonne, das Feld im strömenden Regen, einfach nur genial. Die Glückshormone durchströmen mich und ich bin froh, dass ich laufen und hier draußen in der Natur bin.
Auf meiner Restrunde kommen mir nur noch eine Läuferin mit Ihrer kleinen Tochter und ein einsamer MTB Fahrer entgegen. Wir grüßen uns freundlich lächelnd, als wären wir eine kleine eingeschworene Gemeinschaft. Sonst ist niemand zu sehen, keine Hundehalter oder Walker. Alleine mit dem Regen und den schweifenden Gedanken komme ich glücklich zu Hause wieder an. Der Regen und ich sind Freunde geworden. Schnell ab unter die warme Dusche :)
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