Mittwoch, 26. Dezember 2012

Rückblick 2012 ... und was steht nächstes Jahr an


Wie war das Jahr 2012?

Genau betrachtet war das zurücklegende Jahr ein wenig durchwachsen. Ich habe einige Dinge auf der Habenseite verbuchen können, allerdings gab's auch Wettkämpfe und Ziele, die ich Verletzungbedingt streichen musste.

So musste ich früh im Jahr meine Marathonpläne begraben. Den Jungfraumarathon musste ich aus dem Jahresplan streichen, da ich keine Bergläufe mehr trainieren durfte - sehr ärgerlich, denn ich war  schon angemeldet. Und das Marathontraining an sich war dann Ende August zu viel für meine Sehnen, so dass ich auch dieses Minimalziel streichen musste.
Rückblickend betrachtet war der Jungfraumarathon schon dieses Jahr ein zu hoch gestecktes Ziel. Mein ganzer Bewegungsapperat benötigt noch Zeit zum Anpassen an die Belastungen. Und das geht halt nicht innerhalb ein paar Wochen und Monate.
Der Marathon an sich allerdings wäre aber schon dringewesen. Ich hatte ja die HM Distanz gut überstanden, so dass dieses Ziel für 2013 bestehen bleibt.
Mit dem Aus im August war dann auch der Alpentriathlon gestrichen. Das schmerzte sehr, da ich den Triathlon als mein Sport für mich entdeckt habe und mich die Olympische Distanz
schon sehr reizt.


Aber es gab 2012 auch einige dicke Highlights. Meine ersten drei Triathlons zum Beispiel. Ich habe alle drei problemlos gemeistert, war im Ziel zwar platt aber nicht jenseits meiner Leistungsgrenze. Die Sprintdistanzen sind ja genau betrachtet vorbei bevor Sie angefangen haben. Kaum bist Du geschwommen schon sitzt Du wieder auf dem Rad und in dem Augenblick, wenn Du mal ins Rollen kommst geht's schon auf die Laufstrecke. Und schwups die wups ist das Ziel da. Viel Zeit zum Nachdenken hast Du da nicht. Triathlon macht mir so viel Spass gemacht, unglaublich. Nebenan die schönsten Bilder


  • Am aufregendsten war mein erster Stadttriathlon.
  • Der schönste war der Tegernsee Triathlon.
  • Den meisten Spass hatte ich beim 3MUC.



Die anderen drei Erfolge langen im Laufbereich. Beim Firmenlauf bin ich knapp über 30 min gelaufen, für 6,25 km. Den 10k Silvesterlauf hab ich unter 55 min geschafft und ganz stolz bin ich auf den Halbmarathon mit sub 2:00. Das ist eine Performance, die ich nicht gedacht hatte schon dieses Jahr zu erreichen.
Alles im Allen kann ich dennoch recht zufrieden mit dem Erreichtem sein. Nun gilt es aus den Fehlern zu lernen und sich  neue Ziele zu stecken.

Ziele für 2013:

  • olympische Distanz im Triathlon - Tegernsee Triathlon
  • wenn's geht dann evtl. auch eine Mitteldistanz (optional)
  • Laufform erhalten
  • zwei Halbmarathons
  • einen Marathon
  • ein Radrennen
  • kleine Bergläufe (nur Training)


Mittwoch, 12. Dezember 2012

Schwimmtraining (seit langem mal wieder)


Nun hab ich es doch mal wieder geschafft und ich habe dem Pool einen Besuch abgestattet. Mitte September liegt das letzte Schwimmtraining schon zurück, also fast drei Monate - viel zu lange.
Und das obwohl der Herbst ja mit eine der besten Zeiten für Training im Pool ist. Hier werden die Grundlagen für die nächste Saison gelegt. Aber die verschleppte Grippe, ich berichtete, hat mich in letzter Zeit immer vorsichtig sein lassen. Denn Schwimmtraining belastet meinen Körper noch ziemlich stark. Nach dem Schwimmen bin ich froh, wenn ich mich dann abends ins Bett legen und schlafen kann. Ganz  anders als z.B. ein lockerer 60 min Lauf.

Letzte Woche dann das vorsichtige anschwimmen mit nur ein paar Bahnen zu Probe und nun diese Woche wieder ein richtiges Training. Einschwimmen, Technik-Teil, Ausdauer-Part und Ausschwimmen, alles dabei was ein gutes Schwimmtraining braucht. Insgesamt waren es 1400 m. Zwar nicht so sonderlich viel im Vergleich zu den schon mal geschafften 2200 m, aber in Betracht der langen Pause auch nicht so schlecht. Zufrieden mit dem Ergebnis und doch ziemlich geschafft ging's ab nach Hause.
Jetzt kann's also wieder losgehen mit gezieltem Training. 2000m an Stück ist das Ziel für nächste Saison.

Donnerstag, 29. November 2012

Herbstgrippe, und voll doppelt erwischt ...

Nach unserem Urlaub wollte ich nun wieder voll angreifen mit dem Training. Dabei hatte die Rechnung aber leider ohne die bösen Vieren und meine Ungeduld gemacht.
Nach vier Wochen Abstinenz fuhr ich nun wieder mit der S-Bahn. Dort schnieften und husteten alle um mich herum. Was sonst eigentlich ein Vorteil auf Grund der allmählichen Abhärtung ist, drehte sich diesmal zum Nachteil. Mein Immunsystem hatte sozusagen vier Wochen Rückstand und bekam somit gleich die volle Ladung ab.So dauerte es nicht lange und ich lag auf der Nase. Fieber, Husten, Schnupfen, Gliederschmerzen - das volle Programm. Also schon wieder Pause, Ruhe und viel Tee.

Nach ein paar Tagen ging es mir dann besser und ich wollte unbedingt mal wieder zum Montagslauftreff.  So begann ich nach schon einer Woche wieder mit dem Lauftraining. Der Puls war mit 153 eigentlich viel zu hoch, aber ich redete mir ein, das käme von der langen Pause und machte weiter.
Und so kam es wie es kommen musste und ich lag wieder flach. Diesmal zwar nicht ganz so schlimm aber dennoch. Total ärgerlich, da ich es eigentlich hätte wissen müssen. Shit happens, ändern konnte ich es nun nicht mehr, nur besser machen und diesmal lange genug pausieren.

Die Erkenntnis der Woche ist daher:

Zu früh nach einer Grippe zu trainieren kostet Trainingszeit :)

Dienstag, 4. September 2012

Shit, Wettkampf-Saison beendet...

Ja, mich hat's schon wieder erwischt. Knochenhautreitzung am linked Unterschenkel ist die Diagnose. Der Doc hat mir geraten den Alpen-Triathlon am Wochenende nicht mitzulaufen. Die Reizung würde nur schlimmer werden und länger zum ausheilen benötigen, wenn nicht sogar chronisch werden. Und da ich ja vernünftig bin, halte ich mich auch daran, auch wenn es schwer fällt. Man hat schließlich nur eine Gesundheit. So ein Shit - Triathlon Wettkampfsaison beendet.
Dabei dachte ich, dass ich alles richtig gemacht habe. Die Umfänge waren nicht höher als sonst. Auch sonst kam mir nichts in den Sinn, was ich Falsch gemacht haben könnte. Dennoch musste da etwas sein was nicht stimmte. Also hab ich nochmal genau mein Trainingstagebuch konsultiert (ich nutze SportTracks) und da bin ich dann auch fündig geworden. Ich hatte trotz aller Vorsicht was übersehen in der Trainingsplanung.
Beim Laufen hatte ich die Regel auf Belastung folgt Entlastung missachtet. Ein Wettkampf und ein langer Lauf zusammen mit den harten Tempoeinheiten des Lauftreffs und das noch jeweils in Abwechslung mit harten Radeinheiten am Vortag, keine gute Kombination. So habe ich zwei Wochen lang die Belastung sehr hoch gehalten. Dann kam darauf noch ein neues Schuhmodell in Nutzung, welches eine geringere Sprengung hat und fertig war der unheilvolle Mix.
Naja machen kann ich jetzt nix. Und dann beginnt halt die Regenaration 2 Wochen früher als geplant. Denn Ende September gehts in den Urlaub und da war eh Trainingspause geplant.

Ich muss meinen Trainingsplan noch sorgfältiger zusammenstellen und dabei aufpassen:

auf Belastung folgt Entlastung
Laufen Belastung, Rad Belastung muss ein Laufen Entlastung und Rad Entlastung folgen und auf
Laufen Belastung, Rad Entlastung kommt auch ein Laufen Entlastung

Samstag, 25. August 2012

It's Triathlon time ... 3MUC 2012

Heute ist noch mal ein bisschen Spaß haben angesagt. Der 3MUC Triathlon hat geladen. Das ist ein etwas kleinerer und familiärer Triathlon mit knapp 300 Teilnehmer jeglicher Couleur. Der 3MUC findet in Oberschleißheim (nördlich von München) an der Olympia Regattastrecke statt. Also praktisch bei mir um die Ecke. Die Regattastrecke ist oft mein Trainingsziel beim Radfahren. Bin mal gespannt wie der Wettkampf dort sein wird und freue mich schon riesig.

Da noch viel mehr als genügend Zeit war, bin ich erst mal ohne Ausrüstung zum Startbereich. Die Wechselzone war noch total verweist, so dass ich mein Rad eh noch nicht einchecken konnte. Nur hier und da waren ein paar Triathleten zu sehen. Auf dem Wasser ein paar Ruderer die noch Ihre morgendlichen Trainingsbahnen zogen und mit einem eleganten Gleiten das Wasser der Regattastrecke durchschnitten. Genau da, wo in ein paar Stunden wir Triathleten uns ins Getümmel stürzen. Jetzt lag noch alles in friedlicher Ruhe. Nur ganz am Rand im letzten Bootshaus ist Musik zu hören und dort gibt's dann auch die Startunterlagen. Ich bin in der zweiten Startgruppe und habe so noch genug Zeit bis zum Start.

An den Absperrungen zur Wechselzone konnte man schon erkennen, dass es heute zwei davon geben wird, eine Neuheit für mich. In die Erste kommen die Radsachen incl. Rad und in die Zweite die Laufsachen (Laufschuhe und Cab). Nach der Weile und einem angeregten Plausch mit anderen Triathleten füllt sich dann die Wechselzone auch schon ein wenig, so dass auch ich auch mal zum Einchecken gehe.

In der Wettkampfbesprechung dann weisen die Veranstalter auch noch mal darauf hin, dass es zwei Wechselzonen gibt und wir die Laufsachen in der Zweiten deponieren müssen. Und auf noch einen Punkt wird hingewiesen der mich sehr freut, es darf mit Neo geschwommen werden. Also noch mal ab zum Auto und das gute Stück geholt.
Bei der ersten Startgruppe sehe ich dann auch, wo ich mich besser nicht einordnen sollte. Ich wähle daher wieder einen Start am Rand, abseits des Trubels. Dann endlich ist es endlich so weit. Wir paddeln alle gemütlich im Wasser und das Startzeichen kommt. Flugs verwandelt sich das Wasser neben mir wie das in einer Waschmaschine. Rotierende Arme, spritzendes Wasser und jeder kämpft um Positionen. Ich halte mich da raus und schwimme am Rand meinen Stiefel. So habe ich zwar keinen Wasserschatten aber auch kein Gerangel um mich herum. Das Wasser der Regattastrecke ist extrem klar. Man kann bis zu Boden sehen und dort verlaufen Kabel, so dass die Orientierung zum gerade aus schwimmen recht einfach war.
















An der ersten Boje wird's dann hektisch und eng. Aber auch das überstehe ich mit kurzzeitigem Brustschwimmen. Der Ausstieg aus dem Wasser geht über einen Steg, der etwas über der Wasseroberfläche ist. Ich bin schon ziemlich platt vom Schwimmen, so dass ich kaum hochkomme. Das muss nächstes Jahr besser werden.

Auf der Radstrecke dann um die Regattastrecke herrscht auf der ersten Geraden strenger Gegenwind. Hier merkst Du sofort den Vorteil eines Aerolenkeraufsatzes und ich mach mich so klein wie möglich. Auf der Gegengeraden geht’s dafür dann umso einfacher. Mit dem Wind auf gerader Strecke, da kann man alles rausholen was in einem ist. Nach fünf Runden Gegenwind und Powertreten geht’s dann in die zweite Wechselzone und auf zum Laufen. Ich merke schon, dass ich heute einen guten Tag erwischt habe. Es geht locker und leicht. Ich habe sogar noch die Kraft und Muße Mittstreiter zu überholen. Zum Schluss kann ich sogar noch ein wenig zulegen und es stehen am Ende 1:11 h zu Buche. Nicht schlecht für ein wenig Spaß haben.



Nach getaner Arbeit macht es dann auch besonders Spaß einige Profis (Daniel Unger, Lothar und Nicol Leder) noch bei Ihrem Rennen zu beobachten. Diese machen eine Charity-Staffel Lauf für einen verstorbenen Triathlet. Und dennoch sie kämpfen auch bei der Charity-Staffel um die Platzierungen. Das ist das Schöne am Triathlonsport. Dort kann man die Stars noch Hautnah erleben.







     




Freitag, 17. August 2012

Noch mal Spass haben ...

Ich wollte dieses Jahr unbedingt noch mal ein wenig Spass haben und so hab mich kurz entschlossen dazu durchgerungen und mich beim

3MUC Triathlon München

angemeldet. Die Volksdistanz geht immer. Und so werde ich nächsten Samstag mal schnell zum "planschen, radl'n, flitzen" nach Unterschleissheim zur Regattastrecke düsen. Ich freu mich schon rießig.

Samstag, 11. August 2012

Auch Training geht blutig....



Koppeltraining stand mal wieder auf dem Programm. Leider sind meine Zoot in der Reparatur und so musste ich auf die K-Swiss zurückgreifen. Die habe ich neulich mit Schnellschnürung ausgestattet, so dass ein schneller Wechsel möglich ist. Leider sind sie nicht so ganz Barfußtauglich, wie das Bild beweist. Habe dennoch 3 Runden mit 10km Rad und 2,2 km Run hinter mich gebracht.

Training geht halt auch blutig.

Freitag, 27. Juli 2012

Bergtraining am Spitzingsattel ....

Irgendwann muss ich mich nun mal entscheiden, ob ich den Garmin Alpentriathlon dieses Jahr schon angehen möchte oder doch erst nächstes Jahr. Der zweite Hauptgrund meines Zögerns ist die heftige Radstrecke. Auf der kommt nach schon 400 HM am Ende noch ein fast 4 Kilometer langer Anstieg mit ca. 400 m Höhendifferenz auf einen zu. Im Schnitt sind das bis zu 11% Steigung. Junge, Junge - das wird sehr hart werden.
Vom Spitzingsattel hört man ja so manche Geschichte, wie "Beim ersten Mal bin ich da nicht hochgekommen" - ob wahr oder nicht, es erhöht den Respekt vor dem Anstieg auf jeden Fall mal gewaltig. Angst haben und kneifen gilt aber nicht und so ist Ausprobieren das Motto der Stunde. Danach weiß ich wenigstens woran ich bin. So hab ich mir einen freien Tag mit schönen Wetter ausgesucht und bin Frühmorgens zum Spitzengsattel gefahren. Zumindest einmal sollte er erklommen werden.

Strahlend blauer Himmel und warme 26 Grad erwarteten mich am Parkplatz unterhalb des Aufstiegs. Voller Tatendrang hab ich das Rennrad aus dem Kofferraum geholt und wieder zusammen montiert, alles startklar gemacht und los konnte es gehen. Auf dem Parkplatz war noch ein anderes Pärchen am Vorbereiten der Ihrigen Tour. Ein kurzer Plausch über den heftigen Anstieg und ob wir uns zum Triathlon im September wiedersehen würden. Ich gab unumwunden zu, dass ich es noch nicht so genau wüsste, und das von den heutigen Ergebnissen abhängig machen würde. Wir wünschten uns noch viel Spass für den Tag und die beiden entschwanden in eine andere Richtung.
Für mich stand nun die Rampe auf dem Programm. Gemütlich einrollen ist nicht. Gleich nach dem Parkplatz geht’s schon mit 9% Steigung los. Also Vorne gleich auf das kleine Ritzel geschalten und langsam mit nicht zu viel Krafteinsatz los geradelt. Ruhiges gleichmäßiges treten und nur nicht an das Denken was noch vor mir liegt. Die ersten 100 HM sind geschafft, auf dem hinteren Ritzel ist nur noch ein leichterer Gang drauf und es ist sack anstrengend.

Der Puls ist bei gefühlten 100%, schneller geht’s wirklich nicht und langsam fangen die Beine an zu brennen. Auf etwa der Hälfte überhole ich ein eine etwas älteren Mountainbiker, der hat aber noch deutlich mehr Gänge zur Verfügung. Ich hab inzwischen auf die kleinste Übersetzung schalten müssen. Dann lichtet sich der Wald und es ist nicht mehr so weit bis zum Sattel. Dennoch, dieses Stück zieht sich. Oben angekommen bin ich außer Puste und platt, aber ich hab's in einem Rutsch geschafft.

Nach kurzer Pause wieder hinunter gerollt zum Ausgangspunkt. Am Auto etwas Energie und Flüssigkeit getankt und auf ging’s zum zweiten Anlauf. Jetzt war die erste Anstrengung deutlich zu spüren. Schon nach den ersten 100 HM bin ich auf dem kleinsten Gang. Da heißt es nun Zähne zusammenbeißen. Ab der Hälfte laufe ich im Roten Drehzahlbereich. Alles brennt und da sind keine Reserven mehr in den Beinen. Ich muss schon des Öfteren quer zur Fahrbahn fahren, da hilft jetzt nur noch der Wille.
Von Hinten kommt langsam ein anderer Rennradfahrer ran. Der wird mich noch vor oben kassiert haben. Der Wald lichtet sich wieder und ich weiß, dass es bald geschafft ist. Immer mal wieder ein Querpassage eingeschoben, das entlastet. Als ich überholt werde entpuppt sich der Fahrer als Fahrerin. Sie begrüßt mich lächelnd mit den Worten "Ganz schön Taff hier, nicht?". Ich kann Ihr nur wortlos nickend bestätigen. Und dann hab auch ich es endlich geschafft. Völlig am Ende, mit weichen Knien leg ich mich auf den Parkplatz. Das war‘s für heute. Nachdem ich wieder bei Kräften bin noch ein Bild geschossen und ab geht’s zum Auto und Richtung München.


Spitzingsattel - ganz schön Taff - Yes! 


    

    

Donnerstag, 19. Juli 2012

Firmenlauf 2012

Das alljährliche B2RUN Lauf-Event steht wieder an. 30.000 Laufbegeisterte treffen sich im Olympiapark um am Firmenlauf teilzunehmen. So auch dieses Jahr wieder. Wer es noch nicht erlebt hat wird es nicht glauben. Unglaubliche Massen am Start.

Ich bin schon recht Früh dran, da ich mir noch einen Platz in der Parkhaus sichern wollte. Mein Laufpartner dagegen steckt noch in einer Telefonkonferenz. So hole ich seine Sachen mit ab.
Nach einer Stärkung am Firmenstand treffen wir uns dann auch. Allerdings ist er ziemlich spät dran. Genau 5 min vor dem Startschuss trifft er ein.

Somit bleibt uns nur ganz hinten zwischen den Walkern uns einzureihen. Und dann passiert erst mal garnichts. Wir stehen und stehen und nix geht vorwärts. Inzwischen laufen die führenden Läufer hinteren schon vorbei. Die haben es gleich geschafft.

Nach 20 min geht's dann wenigsten etwas in Richtung Start. Und so arbeiten wir uns langsam voran. Im Stadion nebenan werden schon die Sieger gefeiert und wir sind noch nicht mal losgelaufen. So.ist halt B2RUN - Spass macht's dennoch. Nach 56 min geht's dann endlich über die Startlinie.


Der Lauf an sich ist ein ständiges suchen nach dem optimalen Weg auf dem Slalomparkour. Rechts, Links, durch die Mitte, abbremsen und beschleunigen. Das kostet Kraft. Die Rushhour auf der Strecke hält bis zum Ziel. Selbst beim Zielsprint muss ich mich noch durch Massen kämpfen. Egal - 32 min sind nicht so schlecht und Spass hat's auch gemacht, was will man mehr.

Mit einem kühlen Erdinger Alkoholfrei genießen wir dann noch ein wenig die Stimmung im Stadion, bevor es Richtung Dusche nach Hause geht.

Donnerstag, 12. Juli 2012

Trainingsfelder:

Der Tegernsee Triathlon hat es gezeigt. Ich habe noch viel zu lernen. Am besten geht dies im Training. Daher habe ich mir die wichtigsten "Lessons learned" zuzammengstellt und will dies als Vorgabe in mein Training einzubauen:   
  1. Im Neopren zu schwimmen ist sehr anstrengend, da du ständig gegen einen Widerstand arbeitest, wenn der Arm über Wasser zurückgeholt wird. Daher ist Kraftausdauer für die Schulter Muskeln sinnvoll und muss in mein Training eingebaut werden. Seitliches Heben des Arms gegen einen Widerstand ist das Mittel der Wahl. 
  2. Die Rad- sowie die Laufstrecke waren jeweils profiliert. Entsprechend anstrengend war es auch. Was ich mir an Vorsprung auf den geradeaus Strecken erarbeitet hatte, büsste ich am Berg wieder ein. Das fand ich nicht so prickelnd und muss anders werden. Bergtraining für Rad und Laufen gehört daher dringen in mein Traingsprogramm. 
  3. Orientierung und gerade aus Schwimmen waren nicht unbedingt meine Stärken beim Tegernsee Triathlon. Gefühlt bin ich 800 statt 600 m geschwommen. Das lag zum einem am ungleichmäßigem Zug und zum anderen, dass ich mich kaum orientieren konnte. Daher muss ich unbedingt das Openwater schwimmen trainieren.
  4. Im Neo bin ich nicht sauber geschwommen. Kein Rhythmus, hektisch und nicht kontrolliert. Kaum Beinarbeit - Neo schwimmen ist anders und muss trainiert werden


    Nun gilt es das gesagt umzusetzten, Buch und DVD sind schon bestellt, die Gummiexpander aus dem Keller geholt. Nur Hügel sind in dem Flachland um mich herum ein Problem. Da muss ich wohl ab und zu mal früher Feierabend machen und in die Berge fahren.

Sonntag, 8. Juli 2012

Rookie zahlt Lehrgeld beim Tegernsee Triathlon




Heute nun stand mein zweiter Triathlon auf dem Programm. Dazu hatte ich mir den Tegernsee Triathlon ausgesucht, der laut Beschreibung sein kleiner, feiner und eher familiär zugehender Triathlon sein sollte. Dazu mit traumhafter Alpenkulisse, was will man mehr.
Um 6:20 ging's zu Hause los in Richtung Alpen. Diesmal hatte ich meinen eigenen Fanclub mit dabei, Irux und eine Freundin von uns. Beide waren noch recht müde und bedauerten bestimmt die Zusage des Mitkommens. Meine Sachen hatte ich schon am Vorabend ins Auto gepackt und so gings stressfrei los auf die Autobahn. In Tegernsee angekommen war dann ein Parkplatz auch schnell gefunden. Selbiger war schon stark befüllt mit den anderen Mitstreitern. Ein Blick zeigte, hier ging es deutlich professioneller zu als beim München Triathlon. Das konnte man sofort an der Ausstattung der Räder erkennen. Fast alle waren entweder reine Triathlon Räder oder zumindest mit Aero-Laufrädern und Aerolenker ausgestattet. Nicht unbedingt das, was man von einem familiären Triathlon erwartete. Beim genauen hinsehen waren dann aber doch das eine oder andere Strassenbike zu erkennen.

Naja nicht verzagen und Letzter werde ich schon nicht werden. Also Rad und Box für die Wechselzone unter den Arm geklemmt und erst mal die Startunterlagen abgeholt. Diese gab's im Zelt neben dem Zielbereich. Dann schnell die Aufkleber auf Rad und Helm geklebt, ui die werden aber schwer wieder runtergehen.
Beim Check-In gab's keine Probleme und meine Nummer in der Wechselzone war schnell gefunden. Also Rad abgestellt und die Sachen hinsortiert, den Ablauf noch mal durchgehen und fertig.
In dem Augenblick hatte ich schon zwei Fehler gemacht, wie ich später feststellen sollte.

Nun hieß es warten, bis die Sprintdistanz an der Reihe war. Daher hab ich mir den Start der Olympischen Distanz mit angeschaut und für mich entschieden, dass ich Links starten möchte.
Vorsichtig in den Neo gepresst und diesen gewässert, damit er besser sitzt. Und dann war es auch schon soweit. Der Schwimmeinstieg wurde geöffnet. Mein Fanclub wünschte mir noch viel Glück und auf ging's ins Wasser zum Einschwimmen.

Kurz vor dem Start dann links eingereiht. Man o Man bin ich nervös. Drei, Zwei, Eins .... der Spass beginnt. In der Seesuppe ist fast nichts zu sehen. Ca. 1m Sichtweite erlauben nur den Nachbarn zu erkennen. Wupp hab ich die erste Hand im Gesicht. Ich versuche etwas Abstand zu halten, plötzlich bin ich alleine. zuweist nach links gekommen, also wieder zurück zu den Massen. Dann schwimmt mir jemand quer über die Arme - kein Wunder habe ja auch senkrecht auf das Feld zugehalten.
Ich schaffe es  nun irgendwie mich mit dem Feld zu bewegen. Der Schwimmer neben mir hat mein Tempo und ich passe auf ihn nicht wieder uu verlieren. Die Boje sehe ich nicht, wenn ich den Kopf aus dem Wasser hebe. Dazu scheint das Sichtfeld zu klein. Doch dann ist sie irgendwann zu erkennen und ich bin zu weit Links. Ein ganz schönes Gedränge um die Boye herum. Wusch den nächsten Arm im Gesicht und im Zick Zack zu nächsten Boje, kurz davor noch einen Abstecher zu Rettungsboot gemacht, die waren bestimmt auch ganz verwundert was ich denn so bei Ihnen will, gerade aus schwimmen sieht auf jeden Fall anders aus.
Nach der zweiten Boye geht's besser, ich besinne mich auch aufs schwimmen und wie der Armzug sein sollte. nun geht's auch einfacher gerade aus. Sehen tu ich immer noch nichts, die Brille ist beschlagen. Nur der große Sparkassenballon ist zu erkennen. Auf den halte ich zu. Immer schoen gleichmäßig ziehen, ist das heute anstrengend. Dann macht's Pfop und schon schwimm ich gegen das Absperrband, der Ausstieg ist 20 meter weiter rechts.

Jetzt gilt es den Anzug im Laufen zu öffnen und schon halb runter zu ziehen. Das Zugband des Reißverschlusses leistet hier gute Dienste. In der Wechselzone dann schnell due Beine runtergeholt und raus aus dem Teil - gung eigentlich ganz gut. Helm und Brülle auf, Schuhe an - "kannst Du mir mal bitte helfen, ich bekomme den Neo nicht auf" - also schnell den Reißverschluss aufgewürgt, ging wirklich schwer auf. Tricko übergeworfen und Rad geschnappt. Am Ausgang der Wechselzone rief mir dann ein Helfer zu, dass meine Kette runter ist. Zum Glück hat er gleich mein Rad gehalten, so dass ich die Kette wieder drauffummeln konnte. Da merkte ich also meinen ersten Fehler. Ich hatte beim einchecken nicht noch mal überprüft, ob die Kette drauf ist - dammisch noch mal. Das einklinken in die Pedale hat dann auch noch mal eine gefühlte Ewigkeit gedauert, aber dann ging's los. Speed machen und Rückstand aufholen. Zack, waren die ersten Zwei wieder überholt. Schnell ein paar Schluck getrunken - wie abscheulich, brüh warm das Zeugs. Und dann kam schon Fehler zwei. Vor lauter Tempomachen vergaß ich meinen ersten Energy Pack zu nehmen. Erst viel zu spät habe ich das Teil genommen und das Zweite dann ausgelassen. Was ich dann beim Laufen merkte. Aber egal. Der erste Anstieg stand an und der hatte es in sich. Alle waren am keuchen und der Drehzahlanzeiger im Gesicht stand im roten Bereich. Jeder überholte jeden und irgendwann waren wir oben. Auf der folgenden Abfahrt war dann Aug nicht wirklich Entspannung angesagt, da ich sonst den Anschluss verloren hätte. Beim überholen immer schön darauf achten, dass ich nicht im Windschatten bin, um keine Penalty zu kassieren. Auf dem Rückweg ging's nun den Anstieg andersherum rauf, was aber irgendwie einfacher war. Die letzte Abfahrt noch mal Tempo aufgenommen, um die Kurve rum und da war auch schon die Wechselzone. Ich schaffte es nicht mehr die Schuhe auszuziehen. Mein dritter Fehler, sich nicht die Radankunft anzusehen.

Der Wechsel klappte nun recht gut. Und schon war ich auf der Laufstrecke. Ein Zuschauer rief mir zu "Ist nimmer weit, hast's gleich geschafft." Man muss ich abgekämpft aussehen. So richtig Speed kann ich dann auch nicht wirklich aufnehmen. Es fällt mir heute verdammt schwer. Den Berg rauf denke ich mir auch warum nur ich mir das antue - komme auf die Lichtung, sehe den Tegernsee und die Alpen im Hintergrund - von da an geht's leichter, wenn auch nicht viel schneller. Der Regenschauer ist eine willkommene Abkühlung und lenkt ein wenig ab.

Auf den letzten Metern feuern mich noch Zuschauer an und rufen meinen Namen, das gibt noch mal neue Kraft. Und dann kommt auch schon mein Fanclub in Sicht und ich lege noch einen kleinen Zielsprint hin. Geschafft, war das anstrengend heute, ich bin platt und schneller ging's heute nicht. Tegernsee war schon mal eine ganz andere Hausnummer als München. Mit 1:32h liege ich so zwischendrin von Zufrieden und Enttäuschend. Hätte mir eigentlich eine Zeit besser als 1:30 vorgenommen, aber mehr war heute auch nicht drin. Naja, nächstes Jahr wird's besser. Eins weiss ich allerdings


Triathlon ist mein Sport



Meine Fehler im Detail:
- beim Check-in nicht überprüft, ob die Kette drauf ist
- beim einhängen des Vorderrads die Bremse nicht wieder auf Eng gestellt (sehr gefährlich)
- zu spät auf dem Rad die erste Verpflegung genommen und die zweite dann ausgelassen
- die Radankunft nicht angeschaut, daher nicht gewusst wann ich aus den Schuhen raus muss.
- zuviel bzw. zu schwer vor dem Wettkampf gegessen
- keine Orientierung beim Schwimmen
- kein sauberer Schwimmstiel, viel zu hektisch, nicht komplett sauber durchgezogen, total unruhig, keine saubere Beinarbeit



Montag, 25. Juni 2012

Sub two - mission completed....

HM in 1:58 - wow was für ein Tag. Gestern noch Zweifel, ob ich überhaupt starten könnte oder sollte und heute eine Zeit mit knapp unter zwei Stunden aufs Parkett gelegt. Und das bei dem Traffic Jam der teilweise auf der Strecke herrschte. Besser kann der Tag nicht sein. Absolut Happy schlürfe ich in der Sonne sitzend ein Erdinger Alkoholfrei und genieße das Treiben auf der Kaufinger Straße. Glück kann so einfach sein.

Sonntag 5:40 Uhr der Wecker klingelt, das Aufstehen fällt schwer und für eine Millisekunde überlege ich liegen zu bleiben. Draußen zwitschern die Vögel und holen mich dann doch aus dem Bett - wer kann nur so eine Startzeit festlegen?
Nach dem obligatorischen Kaffee am Morgen und zwei Honigsemmeln bin ich nun gut gelaunt und freue mich auf das Rennen. Mein Knie meckert auch nicht mehr, also alles Bestens,  zur Sicherheit die Kinesio-Tapes noch schnell erneuert und alles ist Prima. Sachen gepackt und los geht's.
An der S-Bahn Station sind schon  die ersten Mitläufern zu sehen. Im Zug sind auch schon welche und von Station zu Station werden es mehr. Manche sind nervös, manche ganz entspannt, andere unterhalten sich aufgeregt oder machen Späßchen untereinander.
Am Marienplatz ist der Zug dann wieder leer und hunderte Läufer bewegen sich Richtung Ausgang. Oben angekommen ist auch schon der Morning Men Mike zu hören und noch mehr Orange Shirts sind zu sehen. Schnell die Sachen bei der Garderobe abgegeben und rein in die Startaufstellung.

Kurz vor 8 Uhr die Stimmung steigt, yea auf geht's, der count down für die Profis ist runter gezählt und 5 min später geht's auch für uns Hobbyläufer auf die Strecke.
Langsam gehend geht's Richtung Startlinie, wir wünsche uns alle noch viel Glück und Spaß und dann geht's auch schon los.
Die ersten paar Meter gilt es sich bloß nicht von dem Wahnsinns-Tempo einiger anstecken zu lassen, die sprinten als wäre nach 1000 Metern schon Schluss.
Ab Odeonsplatz steht plötzlich das Münchner Urgestein Wolfgang Ruscher am Streckenrand und feuert  uns enthusiastisch an, mit wilden Armkreisen pusht er uns nach vorne und ruft uns "Ihr seid Spitze" hinterher.
Im Englischen Garten werden dann die Wege enger und das Vorankommen bleibt das ein oder andere Mal im Traffic Jam stecken. Durch die Tempowechsel wird es nicht leichter, dennoch geht's ganz gut voran. Die erste Versorgungsstelle ist bald erreicht. Nicht viel los, also gönne ich mir einen Becher, man kann ja nie wissen wie es noch wird.

Der stockende Verkehr hält so bis ca. Kilometer 7 an, ab dann wird es einfacher, obwohl noch immer unglaubliche Massen unterwegs sind. An einer Stelle kann man ziemlich weit voraus schauen aber es ist nur ein Orange Band an Läufern zu sehen.
Bei Kilometer 10 ist eine Kontrollmatte und ich schau das erste Mal auf die Zeit - 52:07 - ups, das ist verdammt schnell für den Verkehr auf der Strecke, da scheint heute was zu gehen. Schon fängt mein Kopf zu rechnen an. Die Sub 2 scheinen heute möglich, wenn ich für den letzten Kilometer nicht mehr als 7 min brauche und bis dahin unter 6 min bleibe, könnte sich das ausgehen. Das wär's ja, ungeplant PB laufen.
Die nächsten Kilometer gilt es nun die Pace  solange wie möglich hoch zu halten. Gut dass ich eine Pulsuhr mit Paceangabe habe. So kann ich sofort sehen, wenn die Pace runtergeht. Kurz vor dem Aumeister gibt's wieder einen Getränkestand, wo ich mir eine Apfelschorle gönne. Ohne anzuhalten schlängle ich mich durch die anderen Läufer, greife mir einen Pappbecher und weiter geht's. Den Becher kann man oben zusammendrücken und dann super daraus trinken ohne etwas zu verschütten während des Laufens. Erfrischt geht's dann ab dem Aumeister und zurück in Richtung Innenstadt.

Ich schau jetzt öfters auf die Pace (will's ja nicht vermasseln). Ich Versuch die Pace so zu halten, dass ich nicht zu nahe an die 6 min pro Kilometer rankomme und pushe mich jedes Mal ein wenig etwas schneller zu laufen. So geht das due nächsten Kilometer, bloß nicht langsamer werden. Die nächste Getränke Station lasse ich aus, da Sie viel zu überlaufen ist. Keine Zeit verlieren heißt das Motto, jede Sekunde zählt. Es sind auch nur noch 5 km bis ins Ziel. Wäre doch gelacht, das nicht zu schaffen. Und dennoch die letzten Kilometer werden schwer. Immer öfters steht die Böse 6 vorne dran und ich muss mich wieder zum Beschleunigen antreiben, was von Mal zu mal schwieriger wird.

Die letzten drei Kilometer sind unendlich lang. Die Anstrengung sitzt in den Gliedern und ich würde am liebsten aufhören. Aber dann kommt bekanntes Terrain. Hofgarten, Odeonsplatz und das Rathaus kommt in Sicht. Nur noch wenige Meter - geschafft und glücklich geht's bei 1:58 über die Ziellinie.


So jetzt schnell zum Erdinger Stand, ein Siegerbierchen trinken und die tolle Stimmung bei Sonnenschein noch ein bisschen  genießen.

Mission Completed

Samstag, 12. Mai 2012

Neoprenanzug Testschwimmen

Es ist 10:00 Uhr Samstag am Morgen, kalt und regnerisch. Ich stehe frierend auf der Wiese im Dante Schwimmbad in München. Um mich herum sind noch einige andere, die sich ebenfalls zum Testschwimmen angemeldet haben. Sport Schuster hat zum Testen von Neoprenanzügen der Marken X2U und Sailfish geladen. Das hab ich mir nicht zweimal sagen lassen und mich gleich angemeldet. Ein gescheiter Neo steht ganz oben auf der Einkaufsliste der noch zu besorgenden Dinge. Bis Juli brauch ich einen für den Tegernsee Triathlon.

Nach der Anmeldung gibt‘s als erstes einmal ein paar Anziehhinweise, wie man denn die teure Pelle am besten überstreifen sollte. Also Tüte über die Füße und auf geht's. Bis zu den Knien war's noch einfach. Dann fing der Spaß an. Immer schön vorsichtig Stück für Stück nach oben ziehen. Irgendwann ist das Teil dann über der Hüfte. Zum Glück, dass das Anziehen des Neo‘s bei den Wettkämpfen nicht mit in die Zeit eingerechnet wird, ich würde auf dem letzten Platz landen. Für Arme und Rücken benötige ich noch Hilfe von außen, aber dann hab ich mich in das Teil irgendwie eingezwängt und fühle mich wie eine Presswurst, man ist das Teil eng. Die Beweglichkeit ist derzeit noch bei fast null. Dies soll durch das Fluten des Neo’s verbessert werden, denn damit schafft man es, dass der Neo auch wirklich richtig sitzt. Also rein in den Pool und noch etwas Wasser durch den Kragen oben einlassen. Ja kaltes Wasser! Was für eine Überwindung. Den Sinn des Unterfangens merke ich gleich. Durch das Wasser, was sich gleich überall hin verteilt, rutscht der Neo an einigen Stellen noch zurecht und sitzt nun viel besser. Der Arm und Schulterbereich ist nun beweglich und nicht mehr so eingezwängt. Daher nur keine Scheu :) und rein mit dem Wasser. Wenn‘s richtig kalt ist stelle ich mir das allerdings Lustig vor. Ist der Neo erst mal geflutet geht’s noch mal raus aus dem Pool um fas überflüssiges Wasser aus dem Neoprenanzug rauzulassen. Nun kann es Endlich losgehen mit dem Testschwimmen.

Mit Neo zu schwimmen ist ein ganz anderes Gefühl als normales Schwimmen. Der stärkste Unterschied dabei die Wasserlage. Auftrieb ohne Ende lässt einfach kein Absinken der Körpermitte zu. Du liegst mit dem Neo im Wasser, wie auf einer Luftmatratze. Auf dem Rücken liegend kann ich bequem und entspannt ohne irgendwelche Anstrengung relaxen. Dementsprechend einfacher schwimmt es sich auch. Super Wasserlage, stromlinienförmiges Gleiten, ermöglicht effizientes schwimmen. Schade nur, dass den Vorteil dann alle anderen Teilnehmer auch haben. Nach vier Bahnen steht der erste Eindruck und ich gehe zum Wechseln ans Land. Dort ist es inzwischen gefühlt noch kälter und es nieselt ein ganz klein wenig. In den zweiten Neo, den sie mir zum Testen geben komme ich trotz aller Mühen nicht rein, der ist definitiv zu klein. Das erkennt dann auch der Verkäufer und meint ich sei unter Garantie ein SM Typ wie er, lacht und reicht mir die nächste Größe aus dem Sortiment. SM steht da auf dem Größenschild. "Oder was hast Du gedacht" fragt er. Dieses Modell passt auch gleich viel besser als das Erstgetestete. Der ganze Brust- und Schulterbereich sitzt nicht ganz so stramm. Er ist allerdings auch schon um einiges teurer als das andere Modell. Ich merke, wo das schon wieder hinführt.

Nun zum zweiten Hersteller, welcher heute anwesend ist. Er fragt mich, ob ich schon mal Neo geschwommen bin und die Marke Sailfish und deren Produkte kenne? Nachdem ich dies verneine gibt er mir ein Modell und sagt erst mal nichts dazu. Ich solle es Schwimmen, dann ein weiteres Modell und dann würden wir uns unterhalten. Gesagt getan und die beiden Modelle ausprobiert. Der erste war gut. Vom Gefühl her etwa in der Mitte der beiden Modelle des anderen Herstellers. Das zweite Modell war wie für mich gemacht. Der ganze Arm und Schulterbereich war sehr flexibel. Es kostete nicht so viel Kraft, die Arme zu bewegen. Einfach klasse. Von allen Modellen war das das Beste zu mir passende. Nun erklärte mir der Verkäufer auch die Unterschiede, warum sich zum Beispiel die Arme so viel einfacher bewegen lassen und warum die Wasserlage etwas ruhiger ist. Das mit den Werbeaussagen ist ja so eine Sache. Es kann dann sein, dass man es glaubt es, dass es so ist, weil man es gehört. Ich hatte es aber vorher selbst gefühlt ohne dass ich es wusste.  

Nun galt es sich zu entscheiden. Der Sailfish war noch mal teurer, als das Modell des anderen Herstellers, welches mir auch gefallen hatte. Die nächst höhere Preisklasse war „far away“ von dem, was ich bereit war auszugeben, so dass die Entscheidung nur zwischen den beiden getesteten fallen konnte. Die beiden Einsteiger Modelle von beiden Herstellern waren gut, keine Frage würden sie ihren Zweck erfüllen. Aber durch das Testen weiß ich eben, wie sich die Mittelklasse Modelle anfühlen. Und der Verkäufer von Sailfish ist echt gut, als könnte er meine Gedanken erraten sagt er „Nichts ist so Teuer wie ein Fehlkauf“ und ich verstehe schon. Frei nach dem Motto kaufe Dir gleich das Modell was Dir gefällt, sonst bereust Du es. Und er hat ja Recht. Also dieser oder der vom anderen Hersteller. Der andere ist noch mal billiger aber eben auch aus meinem Empfinden nicht ganz so gut zu mir passend. Aber so viel Geld für einen Neo – dennoch der Attack von Sailfish würde mir definitiv gefallen. Ich erbete mir Bedenkzeit bis 18:00 und lass schon mal meine Daten aufnehmen.

Nachtrag: Habe den Sailfish Attack gekauft und es nicht bereut.