Samstag, 16. April 2011

Es wird hart werden,

Heute regnet es stark. Soll ich dennoch laufen? Ich werden bei Regen laufen müssen, wenn ich mein Ziel erreichen will. Ich laufe dennoch nicht. Aber nicht weil es regnet, sondern wegen der Regeneration. Ich spüre von dem kurzen, gemütlichen Läufchen von gestern doch einen leichten Muskelkater - so schlecht bin ich in Form. Nicht das ich früher zwei Tage hintereinander gelaufen bin. Aber ich hatte keine Muskelkater nach der kurzen Runde.
Also Zeit sich ein paar Gedanken zu machen. Das Projekt ist klar, das Ziel Transalpine-Run steht, nur ist nicht ganz klar wie ich es erreichen kann. Es müssen am Besten ein paar Planungen her. Trainingspläne habe ich bereits genug gemacht und alle nicht eingehalten. Wie diesmal die Sache angehen? Welche Steps muss ich machen? Wie trainieren? Fragen über Fragen. Nur soviel ist klar. Ich darf nicht überpacen sonst kommen Verletzungen. Allerdings muss ich langfristig auch auf tägliches Training kommen. Dies kann ich am Anfang durch Multi Sport erreichen.
Die ersten zwei Wochen werde ich erst einmal nur jeden zweiten Tag laufen. Locker ohne Druck um wieder reinzukommen.

Mittwoch, 13. April 2011

Der lange Weg,

Nun ja, das Ziel ist soweit erst einmal klar Transalpine-Run. Aber wie kann ich es erreichen, ohne vorher den Mut zu verlieren, ohne vorher aufzugeben weil es unerreichbar scheint? Der Transalpine-Run bedeutet an 8 Tagen hintereinander jeweils fast eine Marathon zu laufen und dabei jeweils noch ca. 2.000 HM zu machen.
Um diesen Lauf durchzustehen muss ich extrem fit und gut trainiert sein. Fitnesstechnisch gesehen muss ich mich auf einem Level bewegen der weit über meinem jetzigen liegt, auf einem anderen Stern sozusagen, also weit entfernt von meinem Freizeitläufer Level. Derzeit laufe ich zweimal die Woche so 6 km. Als Wettkampferfahrung kann ich 10 km beim Silvesterlauf vorweisen. Alles in Allem nicht gerade viel und lächerlich gering im Vergleich zu den Anforderungen des Transalpine-Run. 
Einzig gangbarer Weg scheint daher der nach Konfuzius: "Wenn ein Ziel so weit entfernt ist, dass Du es nicht auf Einmal erreichen kannst, dann teile es in mehrere kleine erreichbare Teilstücke auf."
Und genau so werd ich es machen, kleine Etappen und jeweils erreichbare Ziele. Das nimmt der gesamten Aufgabe den Schrecken und schafft Motivationsschübe, wenn ein Teilziel erreicht ist. Ich konzentriere mich jeweils auf das nächste Etappenziel und setze alles daran, dieses zu erreichen.  Danach wird dann der nächste Abschnitt geplant und in Angriff genommen. So kann es gehen.

Aber was sind brauchbare und sinnvolle Zwischenziele? Einen Marathon finishen ist auf jeden Fall mal Eins. Bei Bergläufen teilnehmen ist Pflicht. Etappenläufe müssen später mit ins Programm. Auch Ultraläufe dürfen nicht fehlen.  Damit werde ich mal ein paar Internetrecherchen machen um geeignete Ziele und Time-Lines zusammenzutragen.

Montag, 11. April 2011

8 Tage, 3 Länder, 17.700 HM, 295 km sind die Unglaublichen Zahlen

"This is a great way to spend life."
Ist wie eingebrannt und geht mir einfach nicht aus dem Kopf. Der Song "keep on Running" läuft ständig im Kopf als Endlosschleife ab.
Ich trotte vor mich hin. Bin glücklich wieder zu laufen. Die ganzen Pausen in letzter Zeit waren nicht gut, haben sich wie Blei an mich gehängt und mich immer Passiver werden lassen. Schnell waren die Ausreden gefunden nicht zu laufen - zu kalt, zu dunkel, zu nass, zu müde, werde vielleicht krank, die Grippe kommt bestimmt wenn ich jetzt laufe.
Schon seit über einem halben Jahr versuche ich den Wiedereinstieg in den Wiedereinstieg. Jeder Läufer kennt dies. Achim Achilles hat ganze Kapitel davon geschrieben und dennoch passiert es immer wieder. Diesmal wird alles besser. Ich trabe weiter auf meiner Runde und genieße die Sonne und die Natur. Herrlich.
 
"Keep on running" - Der Song hämmert weiter imaginär im Ohr. Wieso so etwas nicht selbst durchziehen? Es scheint unmöglich, aussichtslos, eine totale Spinnerei. Aber wenn ich es wirklich richtig will, dann kann ich es schaffen. Ich schließe mit mir selbst einen Pakt, einen Pakt der mein Leben verändern wird. "A great way to spend life" wird mein neues Lebensmotto werden, soviel ist sicher. Meine Frau wird mich für verrückt erklären und denken, dass die Midlife-Crisis zuschlägt. 

"You can dream it, you can do it."  Der Weg ist das Ziel und ich will diesen Lauf machen. Ich will die Finish Line überqueren. Wie, welche Zeit egal, aber ich will finishen. Ich werde es schaffen. 

Wie ich das machen will? Davon soll der Blog berichten.