Sonntag, 29. Januar 2012

Schwimm-Camp in Kirchseeon

Dieses Wochenende steht ein Schwimm-Camp des Bayerischen Triathlonverbandes an. Ein Wochenende zum Schleifen lassen sozusagen und das auch noch freiwillig. Bin mal gespannt wie es werden wird.
Meine Liebste auf jeden Fall meint "wer's braucht" und dreht sich noch mal gemütlich im Bett um, als bei mir der Wecker klingelt.

Im BFW Kirchseeon angekommen warten schon ein paar Mitstreiter. Nach und nach treffen dann alle ein, eine bunt zusammengesetzte Truppe vom Teeny bis zum Rentner alles mit dabei, Männlein, Weiblein, Pärchen. Auf geht's also zur ersten Runde (1 Stunde schwimmen).

Andy, der Schwimmtrainer, macht mit uns erst mal Aufwärm- und Stabilitätsübungen bevor es ins Wasser geht. Er legte dabei viel Wert auf sich wechselnde Bewegungsabläufe, um auch die Koordinationsfähigkeit zu Schulen. So sehr mich das Ganze an meinen Sportunterricht in der Schule erinnerte, danach hatte ich irgendwie ein besseres Körpergefühl. Im Wasser hieß es erst einmal mit schwimmen zum warm werden.
 
Nun standen Technikübungen an. Wir machten zwar alle 10 Stück je 25m. Für das Training zu Hause sollten wir aber dann je nur zwei machen. Dann ging's gleich mit Kraul Beine weiter. Kaum jemand mag es, dennoch extrem wichtig. Eine Bahn nach der anderen mit immer weniger Unterstützungsfläche, was gleichzeitig die Rumpfstabilität schult. Dann noch Ausschwimmen und der erste von vier Trainingsblocks waren geschafft.

Auf ging's zum Mittag was gar nicht so schlecht war. Die ersten Gespräche mit den Teilnehmern entstanden. Es waren alle Sportbegeisterte die entweder schon den ersten Triathlon hinter sich hatten oder wie Slawa und ich, die zum Stadttriathlon ihr Debüt geben wollen. Die Infoveranstaltung am Nachmittag war nicht wirklich informativ. Auf meine Frage was denn bei ein ersten Triathlon zu beachten werde, kam als Antwort nur, dass die Volkstanz ja keine Herausforderung wäre und ich einfach teilnehmen sollte. mhhhh, das dachte ich mir schon. Die anderen Teilnehmer waren dann aber so lieb und gaben mir im Anschluss ganz viele Tipps.

Am Abend stand dann noch eine zwei Stunden Schwimmeinheit auf dem Programm. Phuu, das wird anstrengend. Aufwärmen, Einschwimmen, Kraul Beine. Weiter ging's mit Sprinteinheiten weiter und Beispielen, wie man das Training abwechslungsreich gestalten kann. Sprinten geht bei mir aber noch nicht so gut. Ich hab das Gefühl, dass wenn ich langsamer mache die gleiche Geschwindigkeit erreiche - aber egal, ich lerne ja noch.
Dann kommt eine Tauchübung - 25m am Stück. Ich schaffe es zwar aber nach zwei Bahnen tut mir dermaßen der Bauch weh, dass ich erst mal raus muss. Andy sagt das wird gleich wieder. Ist auch so :)
Zum Abschluss – Pyramiden schwimmen 50, 100, 150, 100, 50 mit je 5 Sec Pause. Dies dient der Ausdauer und wie, die volle Distanz schaffe ich leider nicht, aber dennoch ich mach was geht.

Am Ende der Einheit bin ich so platt, kaum zu beschreiben, bin gespannt was am zweiten Tag noch kommt.

Am Sonntag wache ich dann mit einem ziemlichen Muskelkater auf. Zum Glück ist der Tag dann nicht mehr dann nicht mehr ganz so heftig. Armzug, Atmung und Trainingsaufbau stehen im Fordergrund. Und am wichtigsten, am Ende des Camps schaut sich der Trainer noch mal jeden einzeln an und gibt Einzelkritik.
Mir gibt er mit auf den Weg: Beinschlag in den Tackt zu bringen, Blick mehr nach vorne und ruhiger werden.
 
Alles in Allem war es ein sehr erfolgreiches Wochenende. Ich habe extrem viel gelernt und werde nächstes Jahr wieder mit dabei sein. ganz bestimmt. Jetzt gilt es das gelernte und die Tips in den Trainingsaltag zu bringen und dort umzusetzen.
 

Samstag, 21. Januar 2012

Winter für 24 h .....

Am Freitag Abend fing es an richtig gut zu schneien. Da alles laut Wetterbericht nur 24 h liegenbleiben sollte, beschloss ich am nächsten Morgen laufen zu gehen. Also stellte ich mir für Samstag Morgen den Wecker auf 7:00 Uhr. Damit ich meine Liebste nicht wecke hab ich mir für diese Fälle eine Uhr mit Vibrationsarlarm zugelegt. Ziemlich praktisch das Teil. Macht einen wach ohne andere zu wecken.

Am nächsten Morgen noch ganz verschlafen ziehe ich mir also die Laufsachen an. Draußen ist es noch nicht Hell und ich muss erst mal Schnee schippen. Nachdem dies erledigt ist laufe ich los. Mein Handy hab ich mit dabei, da ich ein paar Bilder von der verschneiten Winterlandschaft machen wollte. Zu dem Zeitpunkt wusste ich aber noch nicht wie großartig die Runde werden soll.

Da meine Wade sich von dem üblen Krampf am Mittwoch gerade erst wieder erholt hatte, beschloss ich nicht die übliche Amperrunde zu drehen. Dort hätte ich wahrscheinlich die ganze Zeit durch Tiefschnee laufen müssen. Also ging's auf zur Feldrunde.
Ein paar hundert Meter nach dem Ortsausgang sah ich, dass es gerade die richtige Zeit war. Die Sonne ging langsam am Horizont auf. Ein roter Schimmer war zwischen dem Horizont und der Wolkendecke darüber zu sehen. Also genau der richtige Zeitpunkt, um ein schönes Naturschauspiel zu erleben. Und es war noch nicht mal geplant, da ich Morgens normal nicht laufe. Glück muss man haben.

Das Handy also herausgekramt und ein paar Fotos geschossen. Weiter ging's und wieder anhalten. Die Szenerie wurde immer eindrucksvoller und ich hielt aller paar Meter an, um dies per Foto festzuhalten. Klasse dass ich das Handy dabei hatte. Meine Stimmung wurde immer besser und ich war froh so früh zum Laufen aufgestanden zu sein.

Als die Sonne dann genau zwischen Horizont und Wolkendecke war, tauchte sie die Umgebung in ein kräftiges Rot. Mir blieb fast der Mund offen so eindrucksvoll war das. Eine Stimmung fast unbeschreiblich, alles in weißen Schnee gehüllt und die Bäume um mich herum leuchteten im Morgenrot. Einfach genial. So was schönes hatte ich bis jetzt selten gesehen. ich komme kaum zum laufen und genieße einfach nur. Irgendwann ist dann die Sonne hinter der Wolkendecke verschwunden und ich laufe weiter.

Auf dem Rückweg treffe ich eine altes Müttchen, welches vor dem Hof Schnee schippt. Sie fragt mich, ob ich den Sonneaufgang erlebt habe, der so toll gewesen wäre und ganz selten so ist. Ich bestätige und zeige Ihr meine Bilder. Sie ist ganz hin und weg, als sie diese sieht. Sie meint "wie schön doch unsre Heimat ist und was für ein Glück wir hätten hier zu leben." Dem kann ich nur zustimmen.

Bei so einem tollen Lauferlebnis genießt man mit ganzer Seele Läufer zu sein.

Freitag, 20. Januar 2012

Die Wade zwickt .....

am Mittwoch beim Schwimmtraining hab ich einen echt krassen Krampf in der rechten Wade bekommen. Im ersten Augenblick wusste ich gar nicht was los war. Da war einfach nur der tierische Schmerz und nichts ging mehr.
Meine Trainingspartner haben mich dann irgendwie aus dem Wasser bugsiert (zwei vorne zwei hinten) und einer wusste zum Glück was los war und wie Abhilfe zu schaffen ist. Die Wade langsam strecken und der Krampf löste sich mit den Worten "davon hast Du die nächste Woche noch was" und er hat Recht.
Für mich war das der erste Krampf, den ich hatte und eine echt strange Erfahrung. Was mich im Nachhinein am Meisten zum Nachdenken brachte, war die anfängliche Hilflosigkeit im Becken. Nicht auszudenken wäre dies im OpenWater alleine passiert. Für mich ist daher ein für allemal klar - Open Water nur mit Buddy.
Das Gute ist ich kenne nun die Situation, weiss wie es sich anfühlt und was zu machen ist.
Ich spüre heute die Wade immer noch, so wie bei einem starkem Muskelkater. Hoffentlich ist da nichts ernsthafteres.
An Lauftraining ist daher zur Zeit nicht zu denken, dafür hab ich aber Gestern leichtes Radltraining auf der Rolle gemacht. Bin mir heute aber nicht mehr so sicher, ob dies hilfreich war. Naja da wird wohl wieder nur Geduld helfen - daher ist heute erst mal trainingsfrei. Shit happens ;)

Montag, 16. Januar 2012

Erster Winterlauf .....

Minusgrade, gefrorener Boden, Schneeflecken auf den Wiesen - so muss ein Winterlauf sein. Dazu noch
Sonnenschein und windstill und schon ist der Lauf perfekt.

Sonntag Nachmittag, die Sonne lacht vom Himmel und ruft mich geradezu zu einem Läufchen. Es ist erstmalig unter Null Grad in diesem Jahr - leider aber nicht verschneit (das kommt aber bestimmt auch noch).
Also auf geht's zu einer lockeren 11er. Da es Hell ist entscheide ich mich für die Amper zum Laufen. Dort abgekommen ist es wie im Schwimmbad oder Fitnessstudio immer im Januar - krachend voll. Viele mit guten Vorsätzen drehen auch eine Runde. Allerdings ist in spätestens zwei Wochen auch dieses Phänomen wieder vorbei. Auf der Laufrunde sind dann wieder nur die alt bekannten Gesichter zu sehen. Schade eigentlich - ich wünsche euch Allen dass Ihr durchhaltet und den schönen Laufsport genauso lieben lernt, wie so viele von uns Läufern.

Nach knapp einer Stunde Slalomkurs und ganz vielen Hallo, Servus oder nur erschöpften Nicken und ganz viel getankter Sonnenstrahlen bin ich wieder zurück - perfekt so ein Läufchen im Hellen.