Montag, 28. Januar 2013

Schwimm Camp in Kirchseeon .....

...darauf hatte ich mich schon seit meiner Anmeldung im Herbst gefreut und nun war es endlich so weit. Samstagmorgen 6:00 Uhr, der Wecker ertönt und ich überlegte kurz ob das wirklich so eine tolle Idee war, zum Schwimmcamp fahren. Aber ich wirklich nur ganz nur kurz und so verlasse ich das warme Bett, schließlich wollte ich es ja so. Egal, nur die harten kommen in den Garten. Das Camp für die Fortgeschrittenen fängt schon um 8:30 an und bis Kirchseeon ist es auch noch ein kleines Stückchen, also keine Bummelei - Duschen, Frühstücken, Sachen packen und auf geht's.


In Kirchseeon angekommen werde ich schon von Maria und Slawi begrüßt, zwei Teilnehmer vom letztjährigen Anfänger Camp. Wir freuen uns sehr uns wieder zu sehen und tauschen gleich die letzten Neuigkeiten aus. Da kenne ich nun schon mal zwei der Teilnehmer. Die anderen sehen auch ganz nett aus, aber vor allem ganz schnell. Da werde ich bestimmt der Langsamste sein. In der Gruppe kommen wir dann schnell ins Gespräch. Es geht um Triathlon, Sport und wie bei Triathleten üblich, werden auch gleich die geplanten Wettkämpfe des Jahres besprochen und von denen des letzten Jahres berichtet. Unter Sportlern geht es eigentlich immer sehr locker zu. Vermutlich liegt es an den gleichen Interessen, die immer ein Gesprächsthema ergeben.

Die erste Trainingseinheit ist dann auch bald geschafft. Die Übungen sind zwar fast alle die gleichen, wie letztes Jahr, nur werden sie diesmal länger geschwommen. Einige Dinge von den Übungen hatte ich mir gemerkt und in mein Training schon manchmal eingebaut. Daher schreib ich mir ein paar der Übungen auf, um Sie nicht zu vergessen. Die meisten Übungen dienen dem Wassergefühl und der Stabilität im Wasser. Und so wird Tellern, Hundepaddeln und Scheibenwischer demnächst im Oly von mir geübt.

Die Einheit am Nachmittag ist dann Knüppel hart. Normale Sprints, Kraul Beine Übungen und Sprints in Brust Arme Kraul Beine sowie ein paar rückwärts Liegestütze, das ganze einige Male wiederholt und schnell werden aus den Armen Pudding. Wir pumpen alle heftig. Keiner spricht mehr oder macht ein Späßchen. Aber immerhin weiß ich jetzt wenigsten den Sinn der Schwimmeruhr. Wenn man eine bestimmte Geschwindigkeit schwimmen soll, also z.B. 25m Sprint in 25s mit 5s Pause und das 10mal wiederholen kann man sich an der Uhr prima orientieren. Denn wenn Du völlig außer Atem vom Becken auf due fuhr schaust, dann erkennst Du gerade noch so die farbigen Zeiger. Zum Abschluss der Nachmittag Einheit kommen dann noch 1500m Ausdauerprogramm und 400 m Ausschwimmen. Und ich bin auch fertig mit dem Tag. Kaum auf der Heimischen Couch angekommen bin ich auch gleich eingeschlafen.

Der zweite Tag war dann nicht mehr ganz so heftig, sehr zur Freude meiner von Muskelkater geplagter Arme. Und dennoch standen wieder Sprints, diesmal mit Laufeinheiten ums Becken gepaart auf dem Programm. Atem und Tauchübungen, sowie Übungen mit Focus auf den Atemzug. Was ganz witzig war, dass alle der Gruppe mit dem Arm nicht gerade sondern vor dem Kopf eintauchen. Eine sogenannte Kontrastübung sollte das korrigieren. Bei Kontrastübungen übersteuert man bewusst, um die richtige Ausführung zu erreichen. Wir sollten nun alle für uns gesehen ganz weit außen eintauchen und siehe da nun war es gerade. Am Nachmittag kam dann noch das wertvollste des ganzen Camps die Einzelkritik. Bei mir ist es so, dass wenn ich länger und ruhiger schwimme, dann auch einen besseren Stiel habe. Sonst ist eigentlich alles OK für das Schwimmstadium in dem ich bin, nur eben ruhiger schwimmen. Daher soll ich auch lange ruhige Einheiten schwimmen, um dann die Bewegungen zu verinnerlichen. Werde ich machen und so geht mal wieder ein klasse Schwimm Camp zu Ende. Nächstes Jahr bestimmt wieder, ich freu mich schon darauf.