Samstag, 31. Dezember 2011

Silvesterlauf München

Der letzte Tag im Jahr, traditionell steht da der Silvesterlauf auf dem Programm, so auch Heute wieder. Auf nach München zum 28. Münchener Silvesterlauf. Die Sachen sind schnell zusammen gepackt, noch ein ordentliches Frühstück und ab geht's. Das Wetter ist heute leider nicht so optimal. Regen- und Schneeschauer wechseln sich ab. Aber ein Läufer kennt kein schlechtes Wetter, nur schlechte Kleidung - so zu mindestens die Theorie.

An der Parkharfe angekommen tummeln sich schon deutlich mehr Läufer, als zum Nikolauslauf. Um die 2300 werden erwartet. Diesmal findet die Veranstaltung in der neuen Kleinen Olympiahalle statt. Die ganze Halle ist schon belegt mit Läufern und deren Sachen und den Family and Fans der Läufer. Überall sitzen kleine oder größere Grüppchen am Boden herum und saßen oder trinken etwas, ziehen sich um oder reiben sich mit irgendwelchen Salben ein. Es duftete nach den unterschiedlichsten Gerüchen, von Schanlangengift bis Nutella Semmel und sieht aus wie ein Hunnenlager.

Die Startunterlagen sind schnell abgeholt. Das obligatorische T-Shirt noch dazu und ein paar Fotos geschossen. Schnell noch bei den Ständen von Karstadt, Skinfit und Co vorbeigeschaut. Das ist immer eine prima Sache, denn hier kann man echt günstige Sachen bekommen, die sogennaten Messeschnäpchen. Für mich waren diesmal zwei Langarmshirts mit dabei. Zweimal runtergesetzt und dann noch mal 30% - was will man mehr.

Kurz vor dem Start ging's dann raus und da sah ich auch schon das Problem. Die Treppe rauf ging nichts mehr, alles voller Läufer. Der Startbereich war zu klein bzw. der Eingang in den Bereich war in etwa mittig des Startbereichs. Somit konnten die aus der Halle kommenden nicht mehr hinein, da die weiter hinten stehenden natürlich nicht weiter nach hinten wollten. Also schnell von der anderen Seite über die Wiese gelaufen und noch mit reingedrängelt in die Massen. Der Stimmung tat kleine Chaos keinen abbruch. Der Countdown ertönte und los ging es. Als Erstes eine kleine 2 km Schleife. Meine Pace habe ich bei 5:25 gelegt. Mehr wäre aber auch durch die vielen Läufer nicht gegangen. Obwohl auf der Wiese überholten ein paar ganz Schnelle. Es schneite leicht und die Läuferschar löste sich langsam auf, so dass nun gleichmäßiges Tempo möglich war. Bei etwa km 7 war heute bei mir ein kleines Tief. Es fühlte sich unendlich schwer an, meine Pace fiel auf unter 5:30 und ich hatte das Gefühl, dass mich alle überholten. Nach ein paar hundert Metern ging's wieder besser und als dass 8 km Schild kam ging noch mal ein Motivationsschub durch mich - ich erhöhte meine Pace wieder auf 5:20 und nahm die letzten zwei Kilometer unter die Laufschuhe. Dann ging's zum Schlussanstieg hinauf, noch einen kleinen Schlussspurt und die letzten 10 km des Jahres waren geschafft. Ein prüfender Blick auf die Uhr - wow 53:23 bedeuteten PB und somit fast 10 Minuten schneller als letztes Jahr. Ich war absolut Glücklich. Also noch schnell die obligatorische Tasse geholt und den lecker schmeckenden Tee getrunken. So kann ein Läuferjahr zu Ende gehen.

Freitag, 30. Dezember 2011

Jahresrückblick für 2011 (der Erste im Blog) .....

Auch wenn fast jeder Blog so oder einen so ähnlich Post beinhaltet, finde ich es doch immer wieder sehr interessant diese zu lesen. In den Posts kann ich viel über andere Läufer erfahren und wie diese Ihr Training planen und was Sie sonst noch so machen. Was gut bei ihnen lief, was vielleicht nicht so gut lief und ich gerade so ähnlich plane. Alles im Allen immer sehr interessant für mich.Vielleicht geht es Euch auch so.
Daher auch an dieser Stelle einen kleinen Jahresrückblick von meiner Seite.

"Wo stehe ich?"  ist wohl eine der interessanten Fragen, die sich aber nicht so einfach beantworten lässt. Klar ist natürlich dass in Bezug auf den Transalpine Run ich noch ganz am Anfang stehe. Aber das ist nicht so entscheidend. Denn erreicht habe ich doch eine ganze Menge und gerlernt noch viel mehr.
Ein wichtiges Ergebnis in 2011 ist wohl, dass ich "aktiver Sportler" geworden bin, der "Spass am Sport" hat. Ich trainiere gerne auch wenn's das eine oder andere mal schwerer fällt.

Eine weitere, für mich wichtige Erkentnis ist, dass mir die Dimensionen meines Vorhabens viel klarer geworden sind und das mir somit in Hinsicht auf Umfang, Intensität und Zeitdauer viel genauer weiß wie der Plan funktionieren kann und wie nicht. Das Wichtigste am Ende des Jahres ist aber, dass ich nicht vor dem langen Weg und den Mühen die noch vor mir liegen zurückschrecke. Auch wenn die Aufgabe aus jetziger Perspektive ziemlich Schwierig und für machen sogar fast unmöglich erscheint - es ist eben nur "fast". Und genau deswegen ich habe weiter das "Ziel fest im Blick" und lasse mich nicht entmutigen, denn irgendwann ist auch der längste Weg zu ende.  

Was habe ich erreicht? :
  • Ich laufe regelmäßig dreimal die Woche
  • Ich habe meine 10 km Zeit auf 53 min verbessert
  • Ich bin 14 km am Stück gelaufen
  • Ich bin weitgehend verletzungsfrei geblieben 
  • Ich habe Kraulschwimmen gelernt und kann 250 m am Stück schwimmen


Sonntag, 4. Dezember 2011

Winterlaufserie die Erste.....

Heute stand der Nicolauslauf auf dem Plan, der erste Lauf der Winterlaufserie. Die Serie umfasst je ein 10k, 15k und 20k Rennen im Abstand von etwas mehr als einem Monat. Das Ziel für mich ist mitmachen und ankommen. OK für den Zehner lag die Latte etwas höher. Hier hatte ich mir eine Zeit unter 60 min vorgestellt, nachdem ich ja beim Alpentriathlon schon 1:03 h gelaufen bin und da ein paar Höhenmeter dabei waren.
Also ging es gegen 13:00 Uhr auf in Richtung Olympiapark. An der Parkharfe angekommen war ich nicht der Einzige Läufer. Ein freundliches "Servus" kam von jedem der aus dem Auto ausstieg und ein Mehrstimmiges kam zurück.
Von den Temperaturen her war es Heute zwar OK (8 grad Celsius) aber es wehte eine steife Briese, was es somit dennoch recht kalt machte. Ich schnappte mir daher meine Sporttasche und machte mich auf den Weg zur Startnummernausgabe. Diese war im linken oberen Bereich der Olympia Schwimmhalle aufgebaut, oben hinter den Tribünen.
In der Halle kam mir der typische feucht warme nach Chlor riechende Geruch entgegen. Um die Tische der Startnummernausgabe herum tummelten sich die ganzen Läufer. Ein System war auf den ersten Blick nicht wirklich zu erkennen, also einfach angestellt. Zur Ehrenrettung der Organisatoren muss ich allerdings sagen, dass dies an den Läufern lag, da wir uns alle irgendwie anstellten, als geordnet. An den Tischen war es schon nach Startnummern sortiert, aber das konnte man von hinten nicht gleich sehen.  Der Chip und die Startnummer waren dann auch schnell gefunden. Noch ein Spinnt in der Umkleide gesucht und dann hieß es warten. Die Zeit bis zum Start konnte sich durch Beobachtung des Treibens im Bad selber überbrückt werden.

Zu laufen sind heute zwei Runden a 5 Km durch den Olympiapark. Die Form ist eine Acht mit einem leichten Schlussanstieg zum Zielbereich auf dem Coubertinplatz. Fünf Minuten vor dem Start bin ich dann in die Kälte und gesellte mich zu dem Grüppchen von ca. 800 Läufern, die auf den Startschuss warteten. Man sahen die alle schnell aus. Ein Countdown, Noch viel Spaß den anderen gewünscht und los ging es. Eigentlich viel zu schnell und doch hatte ich das Gefühl ich bin zu langsam. Die Anderen schießen nur so rechts und links an mir vorbei. Meine Pulsuhr zeigt 5:02 als Schnitt an und der ersten 500m sind noch nicht mal beendet. Ich nehme ein wenig Tempo raus und pendele mich so bei 5:25 ein. Puls 152 die Systeme laufen im grünen Bereich. Bei der BMW Welt kam der Anstieg zur ersten Brücke und ich kann easy das Tempo halten. Claudias Tempotraining im Lauftreff zahlt sich aus. Ich fange auch an ein paar Mitläufer zu überholen und hänge mich kurz hinter einem etwa gleich schnellen Läufer. Das Feld ist nun schon weit auseinander gezogen, aber ich kann einige von denen, die am Anfang an mir vorbei schossen nun wieder überholen. Scheinbar sind sie das Rennen zu schnell angegangen. Nach etwas mehr als 2.5 km kann man zum Zielbereich rüberschauen. Dort ist die Spitze schon am Beenden der ersten Runde. So schnell wäre ich auch gerne. Bin ich aber nicht und werde ich auch nicht werden. Dafür bin ich heute aber für meinen Level ziemlich gut unterwegs. Der Puls ist noch unter 155 ich fühle mich klasse, grad so, als könnte ich noch ein kleines Quäntchen mehr. Der Schnitt liegt immer noch bei 5:25 und ich ziehe langsam an den ein oder anderem vorbei. Der Lauf fängt an Spaß zu machen. Am Coubertinplatz angekommen hab ich auch schon die erste Runde geschafft. Es geht durch die Zeitmessung an ein paar Zuschauern vorbei. Dann gibt es Getränke. Leider im Plastikbecher - nicht gut - der lässt sich nämlich nicht zu einem Schnabel zusammen drücken womit das trinken beim Laufen eine erhebliche Herausforderung ist. Egal rein mit der Zeug, danach wird eh geduscht, ganz so viel ging dach nicht daneben.

Den Berg auf der anderen Seite wieder runter. Plötzlich überholt mich ein Mädel mit wahnsinnigem Tempo - staun. Es geht wieder zur BMW Welt und auf die Brücke rauf überhole ich das Mädel zurück. Runter Sie mich wieder und so weiter. Auf der Geraden sind wir in etwa gleich schnell. Interessant die verschiedenen Laufstiele.
Zwei Drittel des Rennens sind geschafft und langsam fängt es an schwer zu werden. Aber ich beiße mich immer noch an einem Läufer nach dem anderen heran. Das Rennen macht richtig Laune auch wenn es morz anstrengend ist. Wir kommen langsam zu den letzten zwei Anstiegen. Noch 1200m. Diesmal will Sie mich nicht vorbei lassen und hält das Tempo hoch. OK. Es kommt noch ein Anstieg. An dem schaff ich es dann vorbei zu kommen. Zum Schluss geht's dann noch gerade über den Platz. Offensichtlich hat das Mädel mich als Gegner ausgesucht, so nach dem Motto, den Moppel schaff ich, und schießt im Schlussspurt an mir vorbei. 
Dabei hat sie die Rechnung nicht mit dem "alten Mann" gemacht - heute bin ich kein Gentleman. Dank Claudia und Ihrer Lauftreff Quälereien setze ich zum Gegensprint an und fange sie noch 20 Meter vor dem Ziel ab - Innerer Jubel auf der Ziellinie, Total fertig. WOW - 54:27 - nicht schlecht "alter Mann". So schnell hätte ich nicht gedacht, das sind 9 Minuten schneller als beim Stadtlauf. Ich bin begeistert.

Schnell die Siegertasse abgeholt und ab geht es ins Warme. Dort wartet leckerer Stollen, Lebkuchen und Tee. Köstlich nach so einem Lauf. Ich schau noch mal auf meine Uhr, da steht wirklich eine 54 vorne, es ist kein Traum. Ich hol mir gleich noch einen Stück Stollen und stelle mich zur Belohnung am Weißbier an. Erdinger Alkoholfrei sponsert wieder. Dabei schau ich den Jungs mit Ihrer besonderen Einschenktechnik zu. Vier Becher auf einmal. Auch nicht schlecht. Nach zwei Halben sind die Speicher wieder aufgefüllt und ab geht's zum Duschen und wieder zurück nach Hause.
Alles im Allem eine super Organisierte Veranstaltung und ein super Tag Mein Dank geht an die vielen Helfer und Organisatoren.